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Einsatzkräfte der Polizei stehen am Dienstag in Otterstedt auf dem abgesperrten Grundstück vor einem Wohnhaus, in dem wahrscheinlichen bei einem Unglück mit einem Notstromaggregat vier Menschen ums Leben gekommen sind.

Familie erstickte an giftigen Gasen

Abgedrehter Strom führte zu Todesdrama

Otterstedt - Ein Vater und drei seiner Kinder sind in Thüringen an den Abgasen aus einem Notstrom-Aggregat gestorben. Genutzt wurde dieses aber nur, weil der Familie der Strom abgedreht worden war.

Die vier in einem Wohnhaus im thüringischen Otterstedt (Kyffhäuserkreis) tot aufgefunden Menschen sind an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben. Dies habe die gerichtsmedizinische Untersuchung der Toten ergeben, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Damit wird der Verdacht auf ein tragisches Unfallgeschehen untermauert. Die Familie hatte im Keller ein Notstromaggregat betrieben, weil nach bisherigem Erkenntnisstand die reguläre Stromversorgung abgestellt war. Die Leichen des 54-Jährigen, seiner 13 und 15 Jahre alten Söhne und seiner 14-jährigen Tochter wurden am Dienstag im Haus der Familie in Otterstedt nördlich von Erfurt gefunden.

Wie der Sprecher der Nordhäuser Polizei, Thomas Soszynski, am Mittwoch sagte, war dem Mann wegen Zahlungsrückständen von der Energieversorgung der Strom abgestellt worden. Deshalb hatte er im Keller ein Notstromaggregat betrieben, an dessen giftigen Abgasen die vier Menschen starben.

Bereits unmittelbar nach dem Auffinden der Leichen am Dienstag hatten die Ermittler gesagt, dass alles auf ein Unglück hindeute. Laut Polizei sind zumindest die Kinder vermutlich im Schlaf erstickt. Die Mutter sowie ein weiterer Sohn waren zum Unglückszeitpunkt nicht im Haus.

dpa/dapd

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