US-Stützpunkt Ramstein

Toter Junge in Militärmaschine entdeckt

Ramstein - Die Leiche eines Jungen ist nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums im Fahrwerksschacht einer Militärmaschine im pfälzischen Ramstein entdeckt worden.

Auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz ist im Fahrwerksschacht eines Transportflugzeugs die Leiche eines Jugendlichen entdeckt worden. Es handele sich offenbar um einen blinden Passagier, teilte das US-Verteidigungsministerium am Dienstag in Washington mit. Der leblose Körper sei am Sonntag bei einer Routineüberprüfung im Schacht des Fahrwerks gefunden worden. Es sei unklar, wann und wo der Jugendliche dorthin gelangt sei. Der Tote war nach den Angaben zufolge ein schwarzer Jugendlicher, womöglich aus einem afrikanischen Land.

Mit dem Transportflugzeug wurde dem Pentagon zufolge Nachschub zu US-Stützpunkten in Afrika geflogen. Ein Vertreter des Ministeriums sagte, die Maschine sei zu einer achttägigen Mission in Afrika gewesen und habe unter anderem Mali angeflogen. Deutsche Ermittler übernahmen den Fall.

Das Pentagon prüfe jetzt, wie es dem Jungen gelingen konnte, sich im Fahrwerk zu verstecken. Es gebe eine Untersuchung, die klären solle, ob es Sicherheitslücken gebe, fügte Pentagonsprecher John Kirby am Dienstag in Washington hinzu. Weitere Angaben gab es zunächst nicht. Der Vorfall habe sich bereits am, Sonntag ereignet.

In der Vergangenheit kam es immer wieder vor, dass junge Leute aus armen Dritte-Welt-Länder sich im Fahrwerkschaft von Flugzeugen verstecken, um so in die reichen Industrieländer zu flüchten.

Ramstein ist der wichtigste militärische Transport- und Frachtflughafen der US-Streitkräfte in Europa. Auf der Airbase starten und landen nicht nur Truppen und Fracht, sondern es werden auch verletzte Soldaten eingeflogen, die in der nahen US-Klinik in Landstuhl behandelt werden.

dpa/AFP

Rubriklistenbild: © Symbolbild / dpa

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