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Toter Säugling in Tiefkühltruhe gefunden

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- Gräfenhainichen - Die Polizei hat in Gräfenhainichen (Kreis Wittenberg) in einer Tiefkühltruhe ein totes Baby gefunden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Dessau vom Sonntag wurde das Kind am Samstag vom ehemaligen Lebensgefährten der Mutter entdeckt und der Polizei gemeldet.

Der Säugling war in ein Handtuch gewickelt und lag in einer Plastiktüte in der Tiefkühltruhe. Die heute 27-jährige Mutter des Kindes gab an, ihr Baby im Mai dieses Jahres auf der Toilette in ihrer Wohnung tot entbunden zu haben. Danach habe sie die Leiche in der Kühltruhe versteckt. Dort habe diese fast ein halbes Jahr unentdeckt gelegen.

Die Mutter sei zunächst wieder auf freiem Fuß, aber in psychologischer Behandlung, bestätigte die Staatsanwaltschaft einen Bericht des Senders MDR 1 Radio Sachsen-Anhalt. Ein Ergebnis der Obduktion des toten Säuglings wird am Montag erwartet. Die gerichtsmedizinische Untersuchung soll zeigen, ob das Kind tatsächlich tot geboren wurde oder getötet worden ist. Das Geschlecht des Kindes ist noch unklar, da der gefrorene Körper noch nicht aus dem Handtuch gewickelt werden konnte.

Das ist mindestens die sechste Babyleiche seit Jahresbeginn in Sachsen-Anhalt, bei der ein krimineller Hintergrund vermutet wurde. Im März entdeckten Ermittler drei skelettierte Säuglingsleichen auf dem Dachboden eines Einfamilienhauses in Neuendorf am Damm (Altmarkkreis Salzwedel). Gegen die Mutter wird wegen des Verdachts des dreifachen Totschlags ermittelt. Einen Monat später wurde in Teutschenthal ein neugeborenes Baby tot am einem Wegrand entdeckt. In diesem Fall wurde die Mutter von der Anklage des Totschlags freigesprochen. Vor gut einem Monat fanden Beamte in Sangerhausen in einer Wohnung eine weitere Babyleiche. Die Umstände des Todes sind noch unklar.

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