Auftragskiller mit Skrupel

Totgeglaubte stellt Mann zur Rede, der sie umbringen lassen wollte

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Sydney - Seine Freundin sei auf Reisen bei einem Unfall umgekommen, erzählte er allen. In Wirklichkeit hatte der Mann zwei Männer beauftragt, sie zu töten. Was er nicht wusste: Die Killer hatten Skrupel bekommen.

In Australien steht ein Mann vor Gericht, der zwei Auftragskiller angeheuert haben soll, um seine Lebenspartnerin und Mutter seiner drei Kinder umzubringen. Umgerechnet mehr als 4500 Euro hatte er den Männern dafür überwiesen. Zu dem Angriff sollte es im vergangenen Januar kommen, als die Frau zur Beerdigung der Stiefmutter im afrikanischen Burundi war, wie die Zeitung „Sydney Morning Herald“ am Dienstag berichtete.

Ihr Mann, der in Australien geblieben war und sie verdächtigte, ihn zu betrügen, habe ihr am Telefon vorgeschlagen, mal an die Luft zu gehen, sagte die Frau vor Gericht. Daraufhin sei sie von einem bewaffneten Unbekannten in einen Lieferwagen gezerrt und weggefahren worden.

Doch die mutmaßlichen Auftragskiller ließen ihre Geisel am Leben, da sie nicht bereit waren, eine Frau zu töten. Den Mann ließen sie jedoch im Glauben, den Job erledigt zu haben. Der muss aus allen Wolken gefallen sein, als seine Freundin plötzlich im Garten des gemeinsamen Hauses in Melbourne vor ihm stand - quicklebendig. "Überraschung! Ich lebe noch!", rief sie nach eigener Aussage. "Was hast du dir dabei gedacht?", stellte sie ihn zur Rede. "Hast du gar nicht an unsere Kinder gedacht? Wer hätte sich um sie gekümmert, wenn ich tot gewesen wäre?"

Die Auftragskiller, die ihren Skrupeln nachgegeben hatten, gaben ihrem Opfer Mitschnitte von Telefonaten mit dem Auftraggeber sowie Unterlagen über eine Überweisung in Höhe von umgerechnet mehr als 4500 Euro. Die Frau reichte Klage ein. Der Mann plädierte vor Gericht auf schuldig.

dpa/hn

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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