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Corona-„Totimpfstoff“ Novavax: Gesundheitsministerium nennt neuen Liefertermin

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Von: Bettina Menzel

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Novavax-Impfstoff
Der Corona-Impfstoff von Novavax. © Tomislav Miletic/PIXSELL/Imago Images

Der proteinbasierte Corona-„Totimpfstoff“ Novavax soll Anfang Februar in Deutschland verfügbar sein. Genaue Lieferpläne gibt es aber noch nicht.

Berlin - Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hatte am 20. Dezember die Zulassung des ersten proteinbasierten Impfstoffes gegen Corona des US-Herstellers Novavax empfohlen. Nun gibt das Gesundheitsministerium bekannt, dass der Impfstoff Nuvaxovid ab Anfang Februar in Deutschland verfügbar sein soll. Das berichtet die Berliner Zeitung. Zuvor war von Ende Januar die Rede gewesen.

Gesundheitsministerium: „Lieferpläne liegen derzeit noch nicht vor“

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte im Dezember die Bestellung von vier Millionen Dosen des Novavax-Impfstoffes bestätigt und einen Liefertermin „Anfang des Jahres“, voraussichtlich Ende Januar genannt. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums teilte der Berliner Zeitung am Donnerstag mit, dass der Impfstoff voraussichtlich Anfang Februar in Deutschland verfügbar sein werde. Lieferpläne zum neuen Impfstoff liegen dem Gesundheitsministerium derzeit noch nicht vor, so der Sprecher des Gesundheitsministeriums gegenüber der Berliner Zeitung weiter. Konkretere Angaben seien derzeit noch nicht möglich. Arztpraxen können das Vakzin je nach Bedarf bestellen.

Die Europäische Kommission unterzeichnete bereits im August vergangenen Jahres einen Vertrag mit dem US-Pharmahersteller Novavax. Die Vereinbarung hatte keinen konkreten Zeitpunkt vorgesehen, hier war lediglich vom ersten Quartal 2022 die Rede. Demnach plant der US-Hersteller, in den ersten drei Monaten dieses Jahres zu beginnen, 100 Millionen Dosen seines COVID-19-Impfstoffs an die EU zu liefern. Die Mitgliedstaaten haben die Option, sich weitere 100 Millionen Dosen im Verlauf der Jahre 2022 und 2023 zu sichern. 

Coronavirus: Wirksamkeit von Nuvaxovid bei rund 90 Prozent

Im Gegensatz zu den bisher zugelassenen mRNA-Impfstoffen Moderna und Pfizer/Biontech und den vektorbasierten Vakzinen Astrazeneca und Johnson & Johnson ist der Impfstoff Nuvaxovid von Novavax proteinbasiert. Der Impfstoff schleust virusähnliche Partikel in den Körper, die das Spike-Protein des Coronavirus imitieren. Das regt das Immunsystem dazu an, gezielt Antikörper gegen Sars-Cov-2 zu produzieren. Der Nuvaxovid-Impfstoff wurde an über 40.000 Probanden getestet, seine Wirksamkeit liegt bei 90 Prozent. Empfohlen ist die zweite Dosis des Vakzins derzeitigen Erkenntnissen zufolge nach rund drei Wochen.

Oftmals ist bei dem Vakzin von Novavax von einem „Totimpfstoff“ die Rede. Weder die proteinbasierte Technologie, noch die mRNA- oder Vektor-Technologie enthalten Erreger oder Erreger-Bestandteile, sodass alle derzeit in Europa zugelassenen Corona-Impfstoffe Totimpfstoffen gleichgesetzt werden können, wie das Gesundheitsministerium mitteilt.

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