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Said R. muss sich wegen Totschlags vor Gericht verantworten.

Streit um gestohlene Handys und Drogengeschäfte eskalierte

Totschlag-Prozess gegen Asylbewerber in Dresden

Dresden - Ein 29-Jähriger aus Marokko hat laut Staatsanwaltschaft im Streit einen anderen Asylbewerber in Dresden getötet. Nun muss er sich vor Gericht verantworten.

Laut Anklage fügte er ihm Ende April im Treppenhaus eines Heims mit einem Küchenmesser mindestens sieben Stiche in Brust und Oberarme zu, wie der Oberstaatsanwalt zum Prozessauftakt am Mittwoch im Landgericht sagte. Der 32-Jährige verblutete. Die Anklage lautet auf Totschlag. Die Schwurgerichtskammer hat weitere vier Verhandlungstage bis Anfang Januar terminiert. Der Prozess soll am Dienstag weitergehen.

Der andere Mann habe ihn provoziert

Er habe in Notwehr gehandelt, verlas der Verteidiger eine Erklärung von Said R.. Der andere Mann habe Streit gesucht, seinen Mandanten beschimpft und seine Mutter beleidigt. Mit einem Stich in den Arm habe er sich aus der Umklammerung des Angreifers befreien wollen. Da er unter Alkohol- und Drogeneinfluss stand, könne er sich an Details der Tatnacht nicht erinnern.

Der Marokkaner ist seit 2013 in Deutschland und entgegen seiner Aussage ein abgelehnter Asylbewerber. Seiner Versicherung, nie gestohlen zu haben, steht ein vor Gericht verlesenes Dokument über eine Geldstrafe wegen Diebstahls entgegen.

dpa

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