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Schon im Jahr 2004 fiel auf Zypern ungewöhnlich viel Schnee. Auch damals, vor knapp zehn Jahren, lösten die weißen Massen Chaos aus.

Noch bis Freitag

Schnee-Chaos auf Zypern und Kreta

Athen/Nikosia - Auf Zypern und Kreta schneit es. Und das nicht zu knapp. Ungewöhnlich starker Schneefall legt die Touristeninseln lahm. Mehrere Dörfer sind von der Außenwelt abgeschnitten.

Ungewöhnlich starker Schneefall hat am Donnerstag zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf den Touristeninseln Kreta und Zypern geführt. Auf Zypern waren nach Angaben des Zivilschutzes 37 Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. Betroffen waren vor allem Siedlungen auf dem Gebirgsmassiv von Troodos im Südwesten der Insel.

Auch aus Kreta wurde starker Schneefall gemeldet. Ein Mann im Dorf Anogeia nahe Iraklion wurde schwer verletzt, als er beim Schneeschippen auf seiner Terrasse sieben Meter in die Tiefe stürzte, berichtete das griechische Fernsehen unter Berufung auf die Polizei. Der starke Schneefall folgte einem Sturm am Vortag mit Windstärke zehn.

Viele Städte in Griechenland öffneten geheizte Sporthallen für die Obdachlosen. Das winterliche Wetter soll bis Freitag andauern, teilte das Meteorologische Amt mit.

Auch die Heilige Stadt ist schneeweiß 

Auch in Jerusalem ist der Winter angekommen. Der erste Schnee dieses hat Jerusalem am Donnerstag in eine weiße Stadt verwandelt. Es seien die heftigsten Schneefälle seit 60 Jahren gewesen, berichtete die Zeitung „Haaretz“. Die weiße Pracht war ein Spaß vor allem für Kinder. Viele Menschen kamen jedoch zu spät oder gar nicht zur Arbeit, weil der öffentliche Nahverkehr bis auf eine Straßenbahnlinie eingestellt werden musste.

Auch die wichtigste Autobahn des Landes von Tel Aviv zu dem mehr als 800 Meter hoch gelegenen Jerusalem wurde wegen Schnees ganz geschlossen. Für den Abend wurde mit weiteren heftigen Schneefällen gerechnet.

Die Schulen blieben auch in einigen anderen Regionen Israels meist wegen Überschwemmung infolge heftiger Regenfälle geschlossen. Im palästinensischen Westjordanland hatten nicht nur die Kinder schulfrei, sondern auch alle Beamten, da die Behörden geschlossen blieben.

Am Vortag und in der Nacht hatte es bei kräftigen Winterstürmen in der ganzen Region starke Niederschläge gegeben. In der Negev-Wüste mussten mehrere Landstraßen wegen Überschwemmungen gesperrt werden. Besseres Wetter wurde erst am Sonntag erwartet.

dpa

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