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Traditionelle Ostermärsche in deutschen Städten

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- Frankfurt/Main - Mehr als 10 000 Menschen haben bei den traditionellen Ostermärschen in 65 deutschen Städten gegen Krieg und Gewalt demonstriert. Im Mittelpunkt der friedlichen Proteste stand die amerikanische Irakpolitik. In vielen Städten gingen mehrere hundert Menschen auf die Straße. Den größten Ostermarsch gab es wieder bei Wittstock in Brandenburg, wo rund 10 000 Menschen gegen einen geplanten Truppenübungsplatz demonstrierten. Das Ostermarsch-Büro in Frankfurt zeigte sich mit der bundesweiten Teilnehmerzahl zufrieden.

Beim größten Ostermarsch Deutschlands in Brandenburg forderten die Demonstranten auf Plakaten mit Aufschriften wie "No Bombs" und in Sprechchören die Stilllegung des Armeegeländes. An der Demonstration gegen die militärische Nutzung des so genannten Bombodroms nahmen mehrere Landespolitiker sowie Prominente wie der Schauspieler Peter Sodann ("Tatort") teil.

Mit zu den größten Ostermärschen 2005 gehörten die Veranstaltungen in Nürnberg, Frankfurt, Heilbronn, Hamburg und Berlin. In der Hauptstadt demonstrierten mit 600 Teilnehmern wieder mehr Menschen als im vergangenen Jahr. Die Veranstalter hatten allerdings mit 3000 Teilnehmern gerechnet. In Frankfurt gingen ebenfalls am Ostermontag nach Angaben der Polizei etwas 700 Menschen auf die Straße, in Hamburg waren es 600. Bei den Friedensmärschen in Nürnberg und Heilbronn nahmen jeweils 800 Menschen teil.

In Deutschland reicht die Tradition der Ostermärsche bis in die 1960er Jahre zurück. Einen Höhepunkt erreichten die Aktionen Anfang der 1980er Jahre während der Diskussion um den NATO-Doppelbeschluss. Damals demonstrierten an Ostern mehr als 700 000 Menschen. In den 1990ern flaute die Resonanz dann deutlich ab.

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