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Trauer nach Michelles Tod in Leipzig - Betreuung für Mitschüler

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Leipzig - Am Tag nach dem Fund der ermordeten achtjährigen Michelle in Leipzig herrscht Trauer und große Anteilnahme. Menschen legen weiterhin Blumen vor den Eingang der Schule von Michelle und vor das Wohnhaus der Familie in der Nähe.

Unterdessen fahndet die 180-köpfige Leipziger Sonderkommission - unter anderem mit sogenannten Profilern - mit Hochdruck nach dem Mörder des Mädchens. Die Leiche war am Donnerstagmittag in einem Teich entdeckt worden. Das dortige Gelände und der umliegende Park wurden am Vormittag erneut durchsucht und sind weiterhin weiträumig abgesperrt. Lehrer, Schüler und Eltern an der Grundschule von Michelle sollen zum Beginn des neuen Schuljahres an diesem Montag von Schulpsychologen betreut werden. Die Lehrer wollten versuchen, die Schüler bei ihrer Trauer zu begleiten, hieß es. Michelle wäre am Montag in die dritte Klasse gekommen. Vor der Schule stehen auf dem Bürgersteig inzwischen rund 100 Kerzen, daneben liegen dutzende Stofftiere. Auf selbst gemalten Plakaten steht: "Warum nur, Michelle?" und "Wir vermissen Dich alle".

"Ich bin in Gedanken bei den Eltern und bei der Familie", sagte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) in Dresden. "Es wird jetzt alles getan, um des Täters habhaft zu werden." Die Verunsicherung in Leipzig müsse schnell beendet werden. Michelle war am Montagnachmittag auf dem Heimweg von der Ferienbetreuung in ihrer Schule verschwunden - nur wenige hundert Meter von der Wohnung ihrer Familie entfernt. Der Teich, in dem die Leiche gefunden wurde, liegt rund einen Kilometer weiter entfernt. Einzelheiten zur Tat hält die Polizei aus taktischen Gründen zurück.

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