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Mit Blumen und Kränzen geschmückt ist das Grab des verstorbenen elfjährigen Mädchens Chantal nach der Beerdigung auf dem Friedhof der Kreuzkirche im Hamburger Stadteil Kirchdorf zu sehen.

Pflegekind Chantal in weißem Sarg beerdigt

Hamburg - Drei Wochen nach dem Methadon-Tod der elfjährigen Chantal in Hamburg haben Angehörige in einer bewegenden Trauerfeier Abschied von dem Mädchen genommen.

Die Trauerfeier fand am Dienstag in der Kreuzkirche im Stadtteil Wilhelmsburg statt. Etwa 30 Menschen nahmen an der Zeremonie teil. Die Pflegeeltern Chantals, gegen die die Staatsanwalt ermittelt, waren nicht in der Kirche. Anwesend war aber der leibliche Vater. Anschließend wurde Chantal in einem weißen Sarg beigesetzt.

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Während der Trauerfeier wurden Lieder gespielt, die Chantal besonders mochte, wie zum Beispiel das Ave Maria. Pastor Steffen Aurich sagte in seiner Ansprache, der Abschied solle nicht die Gelegenheit sein, Schuld zuzuweisen. „Chantal stand in ihrem kurzem Leben nicht nur auf der Sonnenseite, aber sie war trotzdem fröhlich und aufgeweckt.“

Das Mädchen, das in der Obhut drogensüchtiger Pflegeeltern lebte, war am 16. Januar an einer Überdosis der Heroin-Ersatzdroge Methadon gestorben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Pflegeeltern wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung. Außerdem gibt es Ermittlungen gegen das Jugendamt und den freien Träger Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen (VSE).

Die Bürgerschaft will sich in dieser Woche erneut mit dem Methadon-Tod des Kindes beschäftigen.

dpa

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