So trotzen die Jecken dem Wetter

Düsseldorf - Plüschkostüme, Plastikcapes und Warmschunkeln: Gegen Schmuddelwetter kennen Karnevalsjecken ein paar wirksame Rezepte. Wir haben die besten Bilder aus Düsseldorf und Köln.

Vom überwiegend schmuddeligen Wetter lassen sich echte Jecken nicht abschrecken: Fröhlich und ausgelassen haben Zehntausende an Weiberfastnacht in den Karnevalshochburgen den Beginn des Straßenkarnevals gefeiert. Denn gegen Nieselregen und eher kühle Temperaturen gibt es ein paar einfache Mittel: Plüschkostüme, Plastikhäute - und vor allem Warmschunkeln. Getreu dem Namen Weiberfastnacht hatten am Donnerstag überwiegen die Frauen das Sagen. Vielerorts stürmten sie mit Scheren bewaffnet die Rathäuser und schnitten den Männern die Schlipse ab.

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In Düsseldorf versammelten sich die „Möhnen“ - die „alten“ Frauen - zur Attacke auf das Rathaus. In Trier zwang das Narrenvolk pünktlich um 11.11 Uhr den Oberbürgermeister zur Übergabe des Stadtschlüssels, in Köln übernahm das Dreigestirn das Regiment. Im rheinland-pfälzischen Wittlich stürmten närrische Weiber über eine Leiter das Alte Rathaus. Und im Mainzer Integrationsministerium wurde Ministerin Irene Alt (Grüne) von einer Horde wilder Hexen entführt.

In vielen Hochburgen war den ganzen Tag Programm. In Köln etwa traten auf Bühnen Karnevalsgruppen wie die Höhner auf und sorgten für Stimmung unter den Zuschauern, die kräftig mitschunkelten und sangen. Einige Gäste waren extra von weit her angereist. „Wir sind schon seit halb fünf unterwegs“, sagte zum Beispiel die als Biene verkleidete 29-jährige Yvonne, die mit ihren Freundinnen aus Baden-Württemberg kam.

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Niklas und Lucas - ein Bär und ein Gardeoffizier - haben es schon die Stufen rauf zur Domplatte geschafft und sich dort erst mal vor dem Regen untergestellt. Für Karneval haben sie sich klare Ziele gesetzt: „An erster Stelle saufen, an zweiter Stelle feiern und an dritter Stelle Frauen.“

Beim Thema „Saufen“ haben einige Städte aber gewisse Einschränkungen vorgenommen: In den Altstädten von Köln und Düsseldorf gilt zu Karneval ein Glasverbot, um die Verletzungsgefahr durch Scherben zu mindern. Die Polizei hat verstärkte Alkoholkontrollen angekündigt.

dpa

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