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Kanadas Regierungschef Justin Trudeau und Albertas Regierungschefin Rachel Notley in der vom Feuer verwüsteten Stadt Fort McMurray. Foto: Chris Schwarz/Government of Alberta/dpa

Trudeau verspricht Hilfe beim Wiederaufbau von Fort McMurray

Die verheerenden Waldbrände in Kanadas Provinz Alberta haben über 2400 Häuser der Stadt Fort McMurray zerstört. Ottawa werde den betroffenen Einwohnern notfalls über Jahre beim Wiederaufbau helfen, versprach Premier Trudeau.

Edmonton (dpa) - Kanadas Regierungschef Justin Trudeau hat den Bewohnern der von Waldbränden verwüsteten Stadt Fort McMurray Hilfe beim Wiederaufbau versprochen, wenn nötig über Jahre. "Ich glaube nicht, dass die meisten Kanadier bisher verstehen, was hier passiert ist", sagte der liberale Premier.

Trudeau hatte die Stadt in der Provinz Alberta - bekannt als Tor zu Kanadas Ölsandregion - am späten Freitag besucht. Das Feuer hat nach bisherigem Kenntnisstand über 2400 Wohnhäuser und andere Gebäude zerstört. Weitere 530 Bauwerke wurden zum Teil schwer beschädigt. Die restlichen 25 000 Gebäude in Fort McMurray, darunter das Krankenhaus, das Wasserwerk und der Flughafen, seien durch den heroischen Einsatz der Feuerwehr gerettet worden, lobte Trudeau. Das "Edmonton Journal" kritisierte am Samstag, dass der Premier Fragen zur Höhe der versprochenen Finanzspritzen auswich.

Albertas Regierungschefin Rachel Notley sagte nach Angaben der "Globe and Mail", dass die ersten der rund 90 000 geflohenen Einwohner frühestens in zwei Wochen nach Fort McMurray zurückkehren dürften. Die Waldbrände haben sich mittlerweile auf 2400 Quadratkilometer ausgedehnt, etwa zweieinhalb mal die Fläche von Berlin, lodern dank kühlerer Temperaturen in den vergangenen Tagen derzeit aber nur noch in den nördlichen Wäldern von Alberta.

Edmonton Journal

Globe and Mail

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