Er fuhr 10 km/h

Trunkenheit am Steuer: Rollstuhlfahrer verhaftet

Oslo - Übereifrige norwegische Polizisten haben einen jungen Mann mit Muskelschwund festgenommen, der nach einem feucht-fröhlichen Abend auf seinem E-Rollstuhl mit 10 km/h nach Hause getuckert ist.

Wie die norwegische Polizei am Donnerstag mitteilte, erwischte eine Patrouille den 20-jährigen, als er nach einem Fest in der westlichen Stadt Molde mit seinem Vehikel (Höchstgeschwindigkeit: zehn Stundenkilometer) auf dem Heimweg war. "Normalerweise fahre ich auf dem Bürgersteig", sagte Thorgeir Benjaminsen der Nachrichtenagentur AFP. "Aber da lag Schnee, und deshalb habe ich zeitweilig einen Abschnitt der Fahrbahn benutzt."

Die Polizei brachte ihn für einen Alkoholtest ins Krankenhaus und dann in seine Wohnung. Außerdem beschlagnahmte sie das Fahrzeug des Studenten, von dem sie annahm, es sei gestohlen. Benjaminsen gibt zu, dass er alkoholisiert war. Er beschwert sich aber darüber, dass er vier Tage ohne sein Wägelchen war - so lange brauchte die Polizei, um ihn von den Diebstahlvorwürfen zu entlasten.

Der norwegische Behindertenverband kritisierte das Vorgehen der Polizei: Gemäß dem Gesetz seien Menschen mit Hilfsfahrzeugen so wie Fußgänger zu behandeln.

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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