In Touristen-Region

Waldbrände in der Türkei außer Kontrolle: Erste Todesopfer - Hotels evakuiert

  • Patrick Huljina
    VonPatrick Huljina
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Die Feuer in der Türkei haben bereits mehrere Todesopfer gefordert. Unter anderem in der beliebten Urlaubsregion Antalya wüten derzeit schwere Waldbrände.

Antalya - In der Türkei kommt es derzeit zu schweren Bränden an der Mittelmeerküste. Die bei deutschen Urlaubern beliebte Region um Antalya ist dabei besonders betroffen. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf die Katastrophenschutzbehörde Afad war am Donnerstag von mehreren Todesopfern die Rede.

Türkei: Waldbrände in der Region Antalya fordern mehrere Todesopfer

Demnach sollen im Zuge der Brände in der Region Antalya und in weiteren Regionen der Türkei insgesamt drei Menschen gestorben sein. 58 Personen seien derzeit in Behandlung. Unter anderem in den Regionen Mersin und Alanya gab es Berichten zufolge weitere Feuer. Der staatliche Fernsehsender TRT berichtete, dass in der Mittelmeerstadt Marmaris auch Hotels evakuiert wurden, nachdem ein Brand nahe der Stadt ausgebrochen war.

Zwischen Mittwoch und Donnerstag seien insgesamt 41 Waldbrände in 13 Provinzen des Landes ausgebrochen. Ein Großteil davon sei gelöscht worden, teilte Bekir Pakdemirli, Minister für Land- und Forstwirtschaft, am Donnerstagmorgen (29. Juli) via Twitter mit. Demnach waren auch am Donnerstag unter anderem 29 Hubschrauber und mehr als 1800 Rettungskräfte im Einsatz, um die Brände unter Kontrolle zu halten. Laut Pakdemirli hätten die Behörden bislang 18 Dörfer und Bezirke in Antalya und 16 weitere Dörfer in den benachbarten Provinzen Adana und Mersin evakuiert.

Schwere Waldbrände in der Türkei: Ursachen für Feuer noch nicht geklärt - Bürgermeister vermutet Brandstiftung

Berichten zufolge hatten Teilweise starke Winde die schnelle Ausbreitung der Brände vorangetrieben. So auch in der Region um die Stadt Manavgat. „Das Feuer ist in die Wohngebiete eingedrungen. Viele Häuser und Arbeitsplätze sind niedergebrannt. Es breitete sich bis ins Zentrum von Manavgat aus“, erklärte Sükrü Sözen, Bürgermeister von Manavgat, gegenüber dem türkischen Fernsehsender CNN Türk.

Im Zuge der Brände an der türkischen Mittelmeerküste und in weiteren Regionen sind mehrere Menschen gestorben.

Touristengebiete seien aktuell nicht von den Bränden bedroht. Das versicherte der Bürgermeister der Stadt Antalya, Muhittin Böcek, der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Die Ursachen für die Brände in der Region sind noch nicht geklärt. Die Behörden nahmen Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung auf, nachdem die Brände am Mittwoch gleichzeitig an vier verschiedenen Stellen östlich des Badeortes ausgebrochen waren. Auch Böcek vermutete Brandstiftung.

Feuer in der Türkei: ARD-Korrespondent berichtet von ersten Evakuierungen von Hotels

Laut ARD-Korrespondent Michael Schramm gibt es derzeit keine Berichte über verletzte Touristen in der Urlaubsregion. Man habe am Mittwoch Bilder von dichtem Rauch über Urlaubsstränden gesehen, sagte er tagessschau24. „Das war sicherlich unheimlich für die Touristen, aber natürlich nicht gefährlich“, so Schramm. Er sprach ebenfalls von Evakuierungen von Hotels in Marmaris. Diese würden allerdings „extrem frühzeitig“ vorgenommen. Die Behörden wollen laut Schramm „jede Form von Risiko vermeiden“. Es werde eher mehr und früher als nötig evakuiert, erklärte der ARD-Korrespondent. Von Evakuierungen von Hotels in Marmaris berichtete auch der türkische Fernsehsender TRT.

Im Juli ist es bereits in mehreren Ländern zu Waldbränden gekommen. Hohe Temperaturen und große Trockenheit haben im Nordosten Spaniens für Feuer gesorgt. Auf Zypern forderten Flammen Anfang des Monats mindestens vier Todesopfer. (ph/dpa/afp)

Rubriklistenbild: © Cevin Dettlaff/dpa

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