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An einem Strand in der Türkei spielte sich eine Tragödie ab, bei dem ein Pärchen aus Deutschland sich hilflos fühlte.

Hilfe kam zu spät

Drama am Strand in der Türkei: Paar erhebt nach Horror-Erlebnis deutliche Vorwürfe gegen Hotel

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Ein Pärchen aus Dessau erlebte im Urlaub ein tragisches Ereignis. Nun erheben sie schwere Vorwürfe gegen ihr Hotel.

Antalya - Eigentlich sollte es für Sarah (29) und Mario aus Dessau (33) die schönste Woche des Jahres werden. Ende Mai machten sie in Colaki, in der Nähe von Antalya in der Türkei, Urlaub. Doch statt schönen Urlaubserinnerungen bleibt ihnen nur ein tragisches Ereignis im Kopf - und Unverständnis für das Verhalten ihres Hotels. Doch was war passiert?

Ein Mann ist im Mittelmeer schwimmen gegangen und in Not geraten. Hotelangestellte brachten ihn an Land, so hieß es zumindest in den Berichten zu dem Fall, und versuchten ihn zu reanimieren. Dennoch kam jede Hilfe zu spät, er verstarb im Krankenhaus. Die Story klingt nach einer Meldung, wie sie leider vielerorts im Sommer vorkommt. Doch das Pärchen aus Dessau erlebte die Situation hautnah.

Pärchen will in der Türkei Ertrinkenden retten

Gegenüber Der Westen erzählen die beiden, was sich an dem stürmischen Tag abspielte. Die rote Flagge war gehisst und das Baden war eigentlich verboten. Dennoch gingen viele Urlauber ins Meer. Als Sarah und Mario aus ihrem Zimmer herunterkamen, sei ihnen bereits eine deutsche Animateurin entgegengekommen, die sie vor dem hohen Wellengang warnte.

Anfangs scherzte das Pärchen noch, sie Krankenschwester, er Marinesoldat und Rettungsschwimmer, dass sie im Notfall zur Hilfe eilen könnten. Aus diesem Spaß wurde dann bitterer Ernst - ein Mann treibt ab und ist am Ertrinken. Sofort stürzt sich Mario mit einem anderen Touristen ins Meer und zerrt ihn ans Ufer. So hat sich die Geschichte laut dem Paar in Wirklichkeit zugetragen.

„Bestimmt zehn bis fünfzehn Minuten haben wir versucht, den Mann wiederzubeleben“, erzählen Sarah und Mario. Doch sie konnten nichts mehr tun, der 67-jährige Rentner aus Deutschland starb.

Pärchen in der Türkei: „Hotelpersonal trägt Mitschuld“ 

Was die beiden so fassungslos macht: Jede Hilfe seitens des Hotelpersonals kam viel zu spät. Erst als der Mann schon tot war, seien der Lifeguard und die Wasserschutzpolizei angerückt. Trotz roter Flagge war kein Bademeister auf seinem Posten. „Gerade mit der Vorgeschichte muss ich doch aufpassen. Er hat ja eine Verantwortung für die Badegäste. Das Hotel trägt aus unserer Sicht eine Mitschuld“, erzählt das Paar wütend.

Sarah und Mario haben dem Verstorbenen ein Kreuz am Strand gebastelt. So wollten sie mit dem traurigen Erlebnis ihres Urlaubs abschließen. Auch auf Korsika kam es vor einigen Wochen zu einem Todesdrama - dort wurde eine deutsche Touristin von einer Welle ins Meer gerissen. 

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