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Die Eltern des todkranken Ashya (5).

Therapie bewilligt

Tumorkranker Junge: Behandlung in Prag

London - Der tumorkranke Junge Ashya King aus Großbritannien darf nach dem Urteil eines britischen Richters nach Prag fliegen, um die von seinen Eltern gewünschte Therapie zu erhalten.

Die gerichtliche Vormundschaft über Ashya ende mit dessen Ankunft im Prager Krankenhaus, sagte am Freitag ein Justizsprecher in London. Nach einem Justiz-Drama um eine vermeintliche Entführung des Jungen durch seine Eltern nach Spanien hatten die Behörden den Kings die Vormundschaft über ihr krankes Kind zeitweilig entzogen.

Die Eltern hatten Ashya nach einem Streit über die richtigen Behandlungsmethoden vergangene Woche aus einem südenglischen Krankenhaus geholt und waren gegen den Willen der Ärzte mit ihm nach Spanien gereist. Weil der Fünfjährige ohne angemessene Behandlung in Lebensgefahr ist, hatten die Behörden eine internationale Fahndung eingeleitet. Die Eltern wurden gefasst und verbrachten mehrere Tage in einem spanischen Gefängnis, bis Großbritannien auf öffentlichen Druck hin die Vorwürfe zurücknahm.

Statt der bisher angewandten Strahlen- und Chemotherapie wollten Ashyas Eltern eine Behandlung mit Protonen versuchen, wie sie in Tschechien und den USA verfügbar ist. Das Zentrum für Protonentherapie in Prag erklärte sich bereit, schnellstmöglich ein Flugzeug nach Spanien zu schicken und Ashya abzuholen. Ohne richterliche Einverständnis durfte der Junge das Krankenhaus aber nicht verlassen. Das Gericht in London traf nun sein Urteil im Sinne der Eltern, nachdem der zuständige Richter mit den Kings telefoniert hatte.

afp

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