Wind war zu stark

Turbinenwind vom Flugzeug tötet Touristin auf Karibikinsel

Einfach tragisch: Auf der Karibikinsel Sint Maarten ist eine Touristin vom Turbinenwind eines Flugzeugs weggeblasen und tödlich verletzt worden.

Sint Maarten -  Die 57-jährige Neuseeländerin habe sich am Mittwoch am Zaun des Princess Juliana International Airports festgehalten, als sie wie viele andere Touristen den Start einer Boeing 737-800 am Maho Beach beobachten wollte, teilte die Polizei mit. 

Der starke Wind aus den Triebwerken habe die Frau fortgeblasen. Sie prallte mit dem Kopf gegen einen Betonblock und verletzte sich schwer. Im Krankenhaus erlag sie ihren Verletzungen.

Ladebahn bei Planespotter beliebt

Der Flughafen auf der zwischen den Niederlanden und Frankreich aufgeteilten Insel liegt gleich neben dem Maho Beach. Waghalsige Touristen, sogenannte „Planespotter“, können von dort die startenden und landenden Maschinen beobachten. 

Die Flugzeuge müssen aufgrund der Lage der Landebahn weniger als 30 Meter über den Köpfen der Touristen fliegen um zu landen. Obwohl es schon mehrere Vorfälle mit Verletzten in der Vergangenheit gab, ist dies laut Medienberichten wahrscheinlich der erste Todesfall.

Die Polizei von Sint Maarten warnt auf ihrer Facebookseite aufgrund des Vorfalls ausdrücklich Touristen, die sich am Flughafen aufhalten. Viele Touristen suchen den Nervenkitzel, wenn Flugzeuge beim Start oder Landung tief über ihre Köpfe hin wegfliegen. Dieses Erlebnis sei sehr gefährlich.

Vor kurzem hat sich der Start eines Flugzeugs in China mehrere Stunden verzögert, weil eine abergläubische Frau vor dem Abflug Münzen in eines der Triebwerke geworfen haben soll.

dpa/ml

Im Video: Planespotter in Sint Maarten

Video: Glomex

Rubriklistenbild: © dpa/dpaweb

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