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Tierschützer melden einen Erfolg:  Auf den Galápagos-Inseln sind 318 Riesenschildkröten geschlüpft. Foto: Steffen Schmidt/Archiv

Über 300 Riesenschildkröten auf Galápagos-Inseln geschlüpft

Quito (dpa) - Auf den Galápagos-Inseln sind 318 Riesenschildkröten ausgeschlüpft. Nach fünf Jahren, wenn der Panzer einen Durchmesser von rund 20 Zentimetern erreicht, sollen die Jungtiere in ihrem natürlichen Lebensraum ausgesetzt werden.

Das berichtete der Leiter der Brutstation der Insel Isabela, Óscar Carvajal Mora. Auf den drei Brutstationen des Archipels im Pazifik werden jedes Jahr rund 250 Tage lang Schildkröteneier ausgebrütet.

"Die große Anzahl eingeführter Tiere gefährdet die Ausbrütung und das Überleben der Jungtiere im natürlichen Lebensraum", erklärte Carvajal Mora der Deutschen Presse-Agentur. Ratten, Esel, Schweine und Ziegen gehören zu den fremden Tieren, welche die Riesenschildkröten-Fortpflanzung in der Natur am meisten behindert haben.

Die erste Brutstation wurde 1965 gegründet. In den vergangenen 40 Jahren ist der Schildkröten-Bestand mit Unterstützung der Brutstationen von 3000 auf 20 000 Tiere gestiegen. Vor dem massiven Eingriff des Menschen sollen um die 250 000 Riesenschildkröten auf dem Archipel gelebt haben.

Die Galápagos-Inseln, die etwa 1000 Kilometer vor der Küste Ecuadors liegen, wurden 1978 von der Unesco zum Weltnaturerbe erklärt. Viele Tier- und Pflanzenarten kommen nur dort vor. Dazu zählen auch Meerechsen, Leguane und zahlreiche Vogelarten.

Fortpflanzungs-Programm auf Webseite Galápagos-Nationalpark, Engl.

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