Zwei Wochen nach den Sex-Übergriffen

Hilfe bei Antrag auf Waffenschein: Kölner Polizei in der Kritik

Köln - Die Silvesternacht in der Rheinmetropole lief vollkommen aus dem Ruder. Zwei Wochen später gibt die Kölner Polizei öffentlich Tipps, wie man einen Waffenschein beantragen kann.

In einem der neuesten Facebook-Beiträge der Kölner Polizei gibt diese Tipps, wie man Anträge auf einen "Kleinen Waffenschein" stellt. Dieser befugt den Antragsteller zum Führen einer Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffe. Wie die Polizei in ihrem Post schreibt, erreichen die Behörden zur Zeit "zahlreiche Anträge".

Eigentlich sollte der Post nur die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter reduzieren: "Aufgrund der aktuellen Kommentare möchten wir darauf hinweisen, dass es lediglich darum geht, die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Sachgebietes ZA 12 zu reduzieren, in dem Anträge bei der örtlich zuständigen Behörde gestellt werden und nicht generell bei der Polizei Köln."

Die Meinungen zu dem Beitrag gehen stark auseinander: Die einen wollen wissen, wie teuer ein Waffenschein ist und haben Verständnis für die vielen Neu-Anträge - die anderen warnen vor den möglichen Konsequenzen, wenn die Zahl der Waffenbesitzer steigt.

Timo H. beispielsweise schreibt: "Besorgte Bürger, die sich Waffen besorgen, um es besorgt den Ausländern zu besorgen. Genau das macht mir Angst. Nicht der Ausländer an sich, sondern der Wutbürger, der meint Herr über gut und böse zu sein."

Knapp 500 mal wurde der Beitrag von Dienstag schon auf Facebook geteilt.

Zur Zeit erreichen die Polizei Köln zahlreiche Anträge zur Erteilung eines kleinen Waffenscheines. Viele dieser Anträge...

Posted by Polizei NRW Köln on Dienstag, 12. Januar 2016

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Bettina Pohl

Rubriklistenbild: © Screenshot Facebook/Polizei NRW Köln

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