Übler Scherz führt zu Chemieunfall mit 51 Verletzten

Weil am Rhein - Ein übler Scherz eines Schülers ist Ursache für den Chemieunfall in einem Gymnasium in Weil am Rhein in Baden-Württemberg mit 51 Verletzten.

Durch giftige Dämpfe waren dabei am vergangenen Freitagmittag 51 Menschen verletzt worden. Ein 19-Jähriger habe gestanden, dass er einem Mitschüler ein geöffnetes Fläschchen mit Brom vors Gesicht hielt, dass er zuvor aus dem Chemieraum entwendet hatte, teilte die Polizei am Montag mit. Dieser habe ihm dann reflexartig das Fläschchen aus der Hand geschlagen, wobei es zu Boden fiel und der Inhalt sich verteilte.

Auf den 19-Jährigen wartet nun eine Anzeige. Derzeit wird laut Polizei geprüft, ob auch die Schule eine Schuld trage und Aufsichts- oder Aufbewahrungspflichten nicht nachgekommen sei.

Durch die Dämpfe waren insgesamt 51 Menschen verletzt worden, viele hatten über Atembeschwerden geklagt und einige mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Die meisten von ihnen konnten die Klinik am Abend wieder verlassen, vier Verletzte mussten jedoch über Nacht bleiben.

Brom wird im Chemieunterricht unter anderem für den Nachweis von Kohlenstoffverbindungen verwendet. Die Dämpfe können die Haut und die Schleimhäute reizen und in großer Konzentration zu sogenanntem erstickendem Bromhusten führen.

dpa

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