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Falter sind besonders vom Aussterben gefährdet.

Warnung der Umweltministerin

In Deutschland sterben Insekten aus - das könnte schlimme Folgen haben

Der Insektenbestand in Deutschland hat sich dramatisch verringert. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) schlägt Alarm: Die Folgen für das ganze Land seien verheerend. 

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat vor einem verheerenden Insektensterben in Deutschland gewarnt. Die Folgen seien schwerwiegend, sagte Hendricks den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Samstag: "Mit den Insekten schwindet auch die Nahrungsgrundlage für Vögel oder Fledermäuse." Sie forderte einen Kurswechsel in der Landwirtschaftspolitik, um den Rückgang zu stoppen.

Pestizide dezimieren Insektenbestände

"Die heutige Landwirtschaft macht den Insekten das Überleben schwer: Es werden große Mengen von Pestiziden eingesetzt, und es gibt zu wenig Blühstreifen und Hecken", sagte Hendricks den Zeitungen weiter. "Wer heute mit dem Auto übers Land fährt, findet danach kaum noch Insekten auf der Windschutzscheibe."

Die Umweltministerin forderte, bei der EU-Agrarförderung Landwirte nicht mehr nach Hektarzahl zu bezahlen, "sondern nach dem, was sie für die Allgemeinheit leisten, zum Beispiel für den Artenschutz". Auch die Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat durch die EU-Kommission müsse an "effektive Auflagen zum Schutz der Artenvielfalt" gekoppelt werden.

Falter und Heuschrecken besonders gefährdet

Laut einer Antwort des Umweltministeriums auf eine Anfrage der Grünen, aus der die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland zitierten, hat sich der Insektenbestand in Teilen Deutschlands seit 1982 um bis zu 80 Prozent verringert. Besonders gefährdet sind demnach Falter, Heuschrecken und Schwebefliegen. Mehrere Arten dieser Insekten seien inzwischen vom Aussterben bedroht.

afp

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