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Polizisten neben einem Brandsatz in der polnischen Hauptstadt Warschau.

Am Unabhängigkeitstag

Feuer und Tränengas: Randale in Warschau

Warschau - Bei Kundgebungen zum polnischen Unabhängigkeitstag ist es in Warschau zu schweren Zusammenstößen von Nationalisten mit der Polizei gekommen.

Mindestens vier Polizisten wurden am Montag verletzt, als die Demonstranten mit Steinen warfen und Feuerwerkskörper zündeten. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden 30 Gewalttäter festgenommen. Die Polizei ging mit Wasserwerfern und Tränengas gegen die Randalierer vor.

Den ganzen Tag über hatten Tausende Polen in Warschau und anderen Städten des Landes friedlich den Nationalfeiertag gefeiert. In den vergangenen Jahren war es am Unabhängigkeitstag wiederholt zu Ausschreitungen bei Aufmärschen nationalistischer und rechtsradikaler Gruppen gekommen.

Als die Warschauer Stadtverwaltung die Kundgebung am Montag nach ersten Zusammenstößen auflösen wollte, zogen mehrere hundert Menschen vor die russische Botschaft. Da die Polizei die Vorderseite des Geländes bereits abgeriegelt hatte, versuchten einige Randalierer, von hinten auf das weiträumige Gelände vorzudringen. Auch Feuerwerkskörper wurden auf das Botschaftsgelände geworfen.

Warschau: Gewalt am Unabhängigkeitstag

Warschau: Gewalt am Unabhängigkeitstag

„Was da passiert ist, ist nicht zu akzeptieren“ verurteilte der polnische Regierungschef Donald Tusk am Montagabend die Randale. Er bedauere die Zwischenfälle an der Botschaft. Zuvor hatte bereits ein Sprecher des Außenministeriums die Gewalt verurteilt. „Es gibt keine Rechtfertigung für diesen Hooliganismus“, betonte Ministeriumssprecher Marcin Wijciechowski. Polen und Russen blicken auf eine konfliktreiche gemeinsame Geschichte zurück.

dpa

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