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Unbeschreibliche Brutalität gegen Ehefrau - 40-Jähriger vor Gericht

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Münster - Mit unbeschreiblicher Brutalität soll ein 40 Jahre alter Mann aus Münster seine Ehefrau misshandelt haben. Der Mann muss sich seit Donnerstag vor dem Landgericht Münster verantworten.

Der 40-Jährige soll seine neun Jahre jüngere Frau unter anderem mit siedendem Öl übergossen, sie mit Rasierklingen und Schraubenziehern gequält und glühende Zigaretten auf ihrer Haut ausgedrückt haben, hieß es in der Anklageschrift.

Ferner soll der Mann der Frau mit Nähnadeln in die Augen gestochen haben. Die Frau erblindete auf einem Auge und hat auf dem anderen nur noch 20 Prozent Sehkraft. Das Paar hat fünf Kinder, die in der teilweise völlig verdreckten Wohnung aufwachsen mussten. Sie sind inzwischen in der Obhut des städtischen Jugendamtes.

Nach dem mehr als ein Jahr dauernden Martyrium hatten Verwandte die Frau überredet, die Taten anzuzeigen. Zuvor war sie aus übertriebenem Pflichtbewusstsein sogar von einem Aufenthalt im Frauenhaus zu ihrem Ehemann zurückgekehrt.

Der 40-Jährige beteuerte auf der Anklagebank seine Unschuld. Er könne sich nicht erklären, wer seine Frau verletzt habe. Er gab an, sie habe ihm gegenüber den wahren Täter nicht preisgeben wollen.

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