Ein Polizist steht in der Nähe des Unglücksortes auf dem Bahngleis bei Isenbüttel. Foto: Peter Steffen
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Ein Polizist steht in der Nähe des Unglücksortes auf dem Bahngleis bei Isenbüttel. Foto: Peter Steffen

Kleinkind schwer verletzt

Mutter stirbt bei Unfall auf Bahnübergang

Ein Regionalzug erfasst an einem Übergang ohne Schranken das Auto einer 35-Jährigen. Ihr Wagen wird über Hunderte Meter mitgeschleift, die Frau überlebt den Unfall nicht. Ihre dreijährige Tochter wird ins Krankenhaus geflogen.

Isenbüttel (dpa) - Bei einem Unfall an einem unbeschrankten Bahnübergang in Niedersachsen ist eine Mutter im Beisein ihres Kindes ums Leben gekommen.

Ein Zug habe das Auto der 35-Jährigen erfasst und 200 Meter mitgeschleift, teilte die Polizei mit. Ihre dreijährige Tochter wurde schwer verletzt per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Hannover geflogen. Der Unglücksort in Isenbüttel zwischen einem Wohngebiet und einer Schrebergartensiedlung wurde weiträumig abgesperrt.

Der Regionalzug des privaten Bahnunternehmens erixx war am Sonntag auf der Strecke von Uelzen nach Braunschweig unterwegs, als es gegen 9.40 Uhr zu dem Zusammenstoß kam. Nach Polizeiangaben hatte die Frau den herannahenden Zug offenkundig übersehen. Das demolierte Auto befand sich auch Stunden nach dem Unfall verkeilt mit dem Triebwagen des Zuges an einer Böschung. Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz. Ein Hund, der mit im Auto saß, starb ebenfalls.

Der Nahverkehrszug war mit dem Lokführer und 49 Fahrgästen besetzt, unter ihnen gab es laut Polizei nur eine leichtverletzte Person. Die Bahnstrecke wurde voll gesperrt, weil der der Triebwagen mit Hilfe eines Spezialkrans auf einem Sonderzug geborgen werden musste. Die Bahn richtete einen Schienenersatzverkehr ein.

Immer wieder kommt es an Bahnübergängen zu Unfällen mit Toten und Verletzten. Im vergangenen Jahr gab es 144 Unfälle an Bahnübergängen der Deutschen Bahn, 2017 waren es 157 Unfälle gewesen, 1995 sogar 603 Kollisionen. In den vergangenen Jahren seien viele Bahnübergänge beseitigt worden, erläuterte eine Bahnsprecherin. Ende 2017 gab es demnach noch 16.541 Kreuzungen zwischen Schiene und Straße, davon etwa 38 Prozent ohne technische Sicherung.

Vor einem Jahr starb auf einem Bahnübergang ohne Schranken bei Landesbergen im niedersächsischen Kreis Nienburg eine 53-Jährige Autofahrerin. Auf demselben Bahnübergang war Ende 2016 der 32 Jahre alte Fahrer eine Mülltransporters ums Leben gekommen.

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