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Bei einem Busunglück in China sind zwölf Menschen ums Leben gekommen.

Zwölf Menschen getötet

Kindergartenkinder sterben bei schwerem Busunglück in China

Peking - Bei einem schweren Unglück mit einem Kindergartenbus sind im Osten Chinas zwölf Insassen ums Leben gekommen, darunter auch südkoreanische Kinder.

Der Bus sei am Dienstagmorgen in einem Tunnel in Brand geraten, berichtete die Regierung der Hafenstadt Weihai in der ostchinesischen Provinz Shandong. Flammen loderten seitlich an dem Bus, wie auf dem Foto eines vorbeifahrenden Augenzeugen zu sehen war. Dichter schwarzer Rauch erfüllte den Tunnel.

Die Kinder waren zwischen drei und sechs Jahre alt. Ihre genaue Nationalität war zunächst unklar. Die Stadtregierung teilte mit, unter den Toten seien fünf koreanische und sechs chinesische Kinder. Zuvor hatte Südkoreas Nachrichtenagentur Yonhap unter Hinweis auf die Botschaft berichtet, zehn südkoreanische Kinder seien getötet worden.

„Wir sind noch dabei, die Nationalität festzustellen“, sagte hingegen später eine Mitarbeiterin des zuständigen Konsulats in der nahe gelegenen Hafenstadt Qingdao der Deutschen Presse-Agentur. „Es ist schwer. Wir können es nicht bestätigen, weil einige der Kinder einen Elternteil aus China und den anderen aus Südkorea haben.“

Wegen ihrer direkten Nähe zu Südkorea gibt es in der 2,8 Millionen Einwohner zählenden Metropole am Gelben Meer eine große südkoreanische Gemeinde. Der Kindergarten gehört zur internationalen Schule von Weihai, auf die vor allem südkoreanische Kinder gehen. Die Schule wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Unfall äußern.

Auch der Busfahrer sei ums Leben gekommen, berichtete die Stadtregierung. Eine Kindergartenlehrerin sei schwer verletzt worden. Insgesamt seien zwölf Passagiere und der Fahrer an Bord des Busses gewesen, der vom Kindergarten angemietet worden sei.

„Wir wissen die Ursache des Unglücks noch nicht“, sagte eine Mitarbeiterin der Feuerwehr von Weihai der dpa. Der Bus habe auf dem Weg zum Kindergarten in dem Tunnel Feuer gefangen. Ob es vorher einen Zusammenstoß gegeben habe, konnte sie nicht sagen. Die Experten seien noch alle am Unglückort. „Alle Löschzüge sind ausgerückt.“

Immer wieder sterben Menschen bei Busunglücken - auch Jugendliche und Kinder. So endete im Januar ein Schülerausflug bei Verona auf graumsame Weise. 

dpa

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