20 Autos drehten einfach um

Unfassbar: Lkw wendet in Rettungsgasse bei Stau auf A10

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Es sind Szenen, die sprachlos machen: Während eines Staus wenden plötzlich Autos und ein Lkw, um als Geisterfahrer dem Verkehrskollaps zu entkommen. 

Potsdam - Dienstagabend auf der A10 zwischen Falkensee und Brieselang (Havelland) in Richtung Magdeburg krachte es. Einem Schwerlastkran platzten der Reifen und mehrere Hydraulikschläuche, wie maz-online.de berichtet. Trotz der Warnungen des Fahrers rangierten viele Autos durch die Öllache und breiteten diese über 700 Meter weit aus. Das Chaos war perfekt. Die A10 musste bis kurz vor Mitternacht voll gesperrt werden.

Autofahrer wendeten im Stau auf der A10.

Die langen Wartezeiten führten zu unfassbaren Szenen mitten auf der A10: Mehr als 20 Fahrzeuge wendeten im Stau und blockierten die Rettungsgasse. Auch am Unfallort selbst vergrößerten Autofahrer durch Unbesonnenheit den Schaden. Das berichtet ein Augenzeuge gegenüber maz-online.de

Ein tonnenschwerer Lkw führte ebenfalls ein waghalsiges und langwieriges Wendemanöver durch, um über die nächste Ausfahrt dem Stau zu entkommen - Zeugen filmten die unfassbaren Szenen. Dafür mussten die wendenden Autofahrer bis zu zwei Kilometer als Geisterfahrer durch die Rettungsgasse fahren. 

Das Unternehmen GEL Express Logistik des Lastwagenfahrers hat zu dem Vorfall mittlerweile offiziell Stellung bezogen: „Die Verkehrssituation am 18.07. gegen 19:00 Uhr auf der A10 zwischen Falkensee und Brieselang war sicherlich außergewöhnlich. Nach unseren Recherchen hat der Fahrer - nicht wie die gezeigten PKW’s - die Rettungsgasse entgegen der Fahrtrichtung über Kilometer falsch befahren, sondern die auf seiner Höhe liegende Auffahrt zum Abfahren genutzt, wie viele andere auch. Das Verhalten des Fahrers ist sicherlich nicht zu tolerieren, und hat entsprechenden Konsequenzen zur Folge. Es entspricht nicht unseren Ansprüchen. Als Logistikunternehmen legen wir hohen Wert auf Einhaltung sowohl der Verkehrsregeln als auch der sonstigen gesetzlichen Bestimmungen. Allerdings sehen wir einen deutlichen Unterschied zum Fehlverhalten der „Geisterfahrer“, welche die Rettungsgasse missbrauchten.“

Ob die Geisterfahrer zur Rechenschaft gezogen werden können, ist derzeit noch nicht bekannt. Den rücksichtslosen Fahrern droht ein Bußgeld von 200 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot von einem Monat.

mk

Rubriklistenbild: © Screenshot Facebook

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