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Unglück in China: Mindestens Elf Menschen getötet

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- Peking - Bei einer Explosion neben einer Grundschule in Nordwestchina sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei Schüler und ein Lehrer. Die Behörden widersprachen am Donnerstag ersten Berichten, wonach mehr als 20 Kinder in der Schule getötet worden seien. In einem Nachbarhaus sei Sprengstoff für den Bergbau gelagert gewesen, der sich entzündet habe, berichteten Zeitungen. Acht Menschen seien verletzt worden. Das Unglück geschah am Vortag in Hougou in der Provinz Shanxi.

Durch die Explosion sei die Schule eingestürzt, als etwa 20 Kinder im Unterricht gewesen seien. Unter den Toten sei ein sieben Jahre altes Mädchen und ein neunjähriger Junge gewesen. Sieben Opfer seien auf der Stelle tot gewesen, während vier weitere im Krankenhaus gestorben seien, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Unter den Toten sei der Geschäftsmann gewesen, dem das Haus gehörte. In anderen Quellen wurde er als Grubenbesitzer beschrieben.

Die Informationen waren widersprüchlich. Auch war Zurückhaltung der staatlichen Medien erkennbar, da eine Explosion durch die illegale Lagerung von Sprengstoff nahe einer Schule die Diskussion über mangelnde Sicherheit in Chinas Bergbauindustrie neu anfacht.

Eine Serie verheerender Unglücke und mehr als 6000 tote Bergleute im vergangenen Jahr haben vor der jährlichen Plenarsitzung des Volkskongresses an diesem Samstag in Peking die Empörung über Untätigkeit der Verantwortlichen steigen lassen, so dass die Zensur jetzt die Diskussion begrenzt. Immerhin zitierte Xinhua Experten, die darauf hinwiesen, dass sich die Unglücke häuften, "weil die starke Nachfrage zu einer Vernachlässigung der Sicherheitsmaßnahmen geführt hat".

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