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750 000 Tonnen giftiger Bauxitschlamm waren aus einem Abfallbecken geflossen

Unglückswerk nimmt Betrieb wieder auf

Budapest - Die Ungarische Aluminium-AG (MAL), der mutmaßliche Verursacher einer massiven Giftschlamm-Katastrophe im Westen Ungarns, soll an diesem Freitag wieder in Betrieb gehen.

Die Produktion im MAL-Bauxitwerk bei Ajka werde “voraussichtlich Freitagmittag“ wieder anlaufen, bestätigte eine Sprecherin des ungarischen Katastrophenschutzes am Donnerstag in Budapest.

Der ungarische Umweltstaatssekretär Zoltan Illes hatte dem Werk vor zehn Tagen die Betriebsgenehmigung entzogen, nachdem aus einem Abfallbecken rund 750 000 Tonnen giftiger Bauxitschlamm ausgeflossen waren.

Dabei starben in den benachbarten Ortschaften Kolontar und Devecser neun Menschen, rund 150 wurden verletzt. Dutzende Häuser wurden beschädigt und unbewohnbar gemacht. Die laugen- und schwermetallhaltige Brühe verseuchte eine Fläche von 40 Quadratkilometern.

Giftschlamm überspült Ort in Ungarn

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Die ungarische Regierung hatte die MAL zu Wochenbeginn unter staatliche Zwangsverwaltung gestellt. An ihrer Spitze steht nun als Regierungskommissar der Kommandant des Katastrophenschutzes, General György Bakondi.

Am Freitagnachmittag können auch die am letzten Wochenende aus Kolontar evakuierten Bewohner wieder zurückkehren, sagte Staatssekretär Illes am Donnerstag. Wegen eines drohenden zweiten Dammbruches am Abfallbecken waren mehr als 700 Menschen aus Kolontar von den Behörden in Sicherheit gebracht worden. Die Einsatzkräfte errichteten inzwischen in dem Dorf einen neuen Auffangdamm, der eine mögliche zweite Schlammlawine aufhalten soll.

dpa

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