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Fotograf wagt sich in die Geisterstadt Fukushima - und macht diese krassen Aufnahmen

Verseuchte Zone

Mann schleicht sich in Geisterstadt Fukushima - und kann seinen Augen nicht trauen

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Der Fotograf Keow Wee Loong liebt das Abenteuer, keine Grenze ist ihm zu weit. Genau aus dem Grund wagte er sich in die verseuchtesten Zonen Fukushimas - und was er dort sah, ist wirklich beeindruckend. 

Fukushima - Jede Stadt auf der Welt lebt mit den Menschen, die in ihr leben. Auf der Straße spielende Kinder, durch die langen Supermarktgänge schlendernde Eltern, durch die Gassen spazierende Hundebesitzer, in den Schulen mehr oder weniger aufmerksame Kinder - ohne sie ist jede Stadt nicht mehr als eine Geisterstadt. Man neigt zu dem Gedanken: Sowas gibt es ja auch gar nicht. Doch im japanischen Fukushima steht die Zeit seit sieben Jahren still. Keine Kinder, keine Eltern - niemand. 

Es war der 11. März 2011, als es in der Bucht der japanischen Insel Honshu zu einem Erdbeben der Stärke 9 kam - das stärkste Erdbeben, das in Japan bisher gemessen wurde (Mehr Infos hier). Der anschließende Tsnunami riss nicht nur tausende Menschen in den Tod, sondern löste zusammen mit dem Erdbeben eine riesige Atomkatastrophe aus. Das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi wurde extrem beschädigt  - durch mangelhafte Kühlung der Reaktoren kam es zu mehren Explosionen. Wie strom-magazin.de berichtet, kam es aufgrund des katastrophalen Unfalls zur Freisetzung radioaktiver Stoffe. Wasser, die Erde sowie die Luft in Fukushima wurden kontaminiert - sind es teilweise bis heute. 

Nach der Katastrophe wurde alles im Umkreis von 20 Kilometern um das Atomkraftwerk evakuiert - über 150.000 Menschen mussten ihr Zuhause verlassen oder flogen sogar freiwillig aus der verseuchten Heimat. Aus einer lebenden Stadt wird eine Gespensterstadt - alles auf Pause.

Video: 7 Jahre nach Fukushima: Tepcos "Eiswand" ist undicht


Mann reist nach Fukushima - ohne Schutzkleidung aber mit Kamera

Um diese Stimmung einzufangen, machte sich der malaysische Fotograf Keow Wee Loong sechs Jahre nach der Katastrophe auf in die sogenannte "rote Zone" Fukushimas: Die Zone, in der die Strahlung bis heute sehr hoch ist. Der Eintritt ist also nicht so einfach, man braucht eine Genehmigung der Behörden, wie time.com berichtet. Auf diese wollte der 27-Jährige aber nicht warten - er machte sich ohne Genehmigung auf Entdeckungstour. An den Sicherheitskräften vorbei, durch einen Wald, schlich er sich mitten in der Nacht in die Sperrzone. Wie er in einem Facebook-Post verrät, brannten ihm die Augen und der chemische Geruch hing noch immer in der Luft. Seinen eigenen Angaben nach, war er ohne entsprechender Schutzkleidung unterwegs - nur eine Gasmaske schützte den jungen Mann und seine zwei Begleiter vor den Strahlen.

"Ich war in Tamioka, Futaba, Okuma und Namie. Um 2 Uhr morgens begann ich zu laufen und zwischen 16 oder 17 Uhr war ich dann da. Alle vier betroffenen Städte der Sperrzone habe ich besucht.", erzählt der Fotograf im Interview mit unilad.co.uk. Mit seiner Kamera hält er alles fest, teilweise schreckliche Entdeckungen: 

Was der Fotograf sah und ein Video mit den beeindruckenden Aufnahmen, gibt es im Artikel auf extratipp.com.

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Natascha Berger

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