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Elisabeth Cheaure vor der Universität Freiburg. Foto: Patrick Seeger

Bedeutung und Entwicklung

Uni Freiburg startet Mußen-Forschung und plant "Mußeum"

In einer hektisch gewordenen Zeit sehnen sich Menschen nach Muße. Freiburger Wissenschaftler gehen diesem Phänomen nach - und planen ein Museum zum Thema. Es soll in Baden-Baden entstehen.

Freiburg (dpa) - Wissenschaftler der Universität Freiburg erforschen in den nächsten vier Jahren die gesellschaftliche Bedeutung von Muße. Ruhepausen gewinnen für den Menschen in einer hektischer werdenden Welt zunehmend an Bedeutung, wie Sprecherin Elisabeth Cheauré zum Start des Forschungsprogramms in Freiburg sagte.

Grundlegend erforscht sei das Phänomen der Muße jedoch noch nicht. Ziel sei, das Thema wissenschaftlich zu beleuchten und die Öffentlichkeit zu informieren. Hierfür werde in Baden-Baden ein Museum entstehen, das sich der Muße widme. Begonnen werde mit einer entsprechenden Ausstellung im kommenden Jahr.

"Eine solch tiefgreifende und umfassende Mußen-Forschung hat es bislang noch nicht gegeben", sagte die Wissenschaftlerin. Historiker arbeiteten ebenso mit wie Psychologen, Anthropologen und Sprach- und Literaturwissenschaftler.

Seit vier Jahren beleuchte die Gruppe die Bedeutung und Entwicklung der Muße in der Vergangenheit. Nun gehe es an die Gegenwart. "Das Thema passt in die Zeit", sagte Cheauré: "Wir wollen schauen, wie Menschen Ruhe finden, wann und wo sie dies tun und welche Auswirkungen dies auf ihr Leben und die Gesellschaft hat."

Einen konkreten Termin zur Eröffnung des Museums in Baden-Baden gebe es noch nicht. Die Einrichtung mit dem Namen "Mußeum" werde in Räumen der Stadtbibliothek entstehen und die Verbindung von Muße und Literatur zum Schwerpunkt haben. Den Anfang mache eine Ausstellung über den russischen Schriftsteller Ivan Turgenev (1818-1883), dessen Geburtstag sich 2018 zum 200. Mal jährt. Er lebte den Angaben zufolge sieben Jahre (1863-1870) in Baden-Baden.

Freiburger Mußen-Forschung

Video der Uni zur Mußen-Forschung

Pressemitteilung zur Mußen-Forschung vom 24.2.

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