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Roufaida will nur noch zurück auf Mamas Arm.

Das zweitärmste Land der Welt

Alarmstufe Rot: Roufaida ist extrem unterernährt

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Diese Kinderaugen sollen wieder strahlen können. Öffnen Sie Ihr Herz für die große Spendenaktion von tz und Unicef und schenken Sie den Kindern in Niger eine Zukunft.

Dicke Tränen kullern aus Roufaidas Augen. Das Mädchen fiebert, kuschelt sich erschöpft an seine Mutter. Roufaida ist schwach, teilweise apathisch. Deshalb ist Halima (20) mit ihrer Tochter auch hier im Gesundheitszentrum von Kornaka, einer Kleinstadt in Maradi, einer der sieben Regierungsbezirke von Niger. Zwölf Monate ist Halimas Kleine alt und misst 76 Zentimeter. Das Gewicht: knapp über 7,2 Kilo. Viel zu wenig für ein zwölf Monate altes Kind. Mindestens 1000 Gramm mehr müsste Roufaida wiegen. 

„Meine Tochter isst seit Tagen kaum etwas, Husten und Schnupfen werden immer schlimmer“, sagt die besorgte Mutter. Zehn Monate konnte sie ihre Kleine stillen, dann blieb die Milch weg. „Unsere Hirse war aus und da hatte ich selbst zu wenig zu essen“, erzählt sie. Halima versuchte, ihre Erstgeborene mit einem Getreidebrei zu füttern. Den behielt sie nicht, der Bauch aber wurde immer dicker.

Bilder: Das beschwerliche Leben der Kinder in Niger

Ein Gesundheitszentrum für 436.000 Menschen

Zuerst war sie mit Rou­faida in der Gesundheitsstation des Dorfes. Von dort aus wurde sie hierher nach Kornaka geschickt. Drei Stunden dauerte der Weg per Bus und zu Fuß. Das Zentrum, in dem Tag für Tag zig Mütter mit ihren schwer kranken Kindern Hilfe suchen, ist für 40 Gemeinden und insgesamt 436.000 Einwohner zuständig. Nur die kritischsten Fälle werden ins nächste größere Krankenhaus, das 53 Kilometer entfernt ist, überwiesen.

Wie schlimm es um Roufaida bestellt ist, wollen die beiden Mitarbeiter in der Erstaufnahme mit verschiedenen Untersuchungen und Tests herausfinden. Sie wird vermessen und gewogen. Ihre Augen sind vor lauter Angst weit aufgerissen, ihre Händchen krallt sie ins Holz der Messvorrichtung. Danach setzt Pfleger Sadikou Joujuma seine zitternde Patientin in eine runde Plastikwanne, die Waagschale der Station. Roufaida schaut hilfesuchend zu ihrer Mutter. Ein Bächlein läuft in die Schüssel.

Oberarmumfang wird gemessen

Dann ist der schlimmste Teil der Prozedur geschafft. Sie darf wieder auf den Arm der Mama, beruhigt sich langsam. Sadikou prüft die Haut des Mädchens und misst, wie groß der Oberarmumfang ist. Ein Maßband mit verschiedenen Farben gibt Aufschluss über den Grad der Mangelernährung: Rot bedeutet Alarmstufe rot, gelb heißt massiv unterernährt, bei grün ist noch alles im akzeptablen Bereich. Elf Zentimeter beträgt Roufaidas Armumfang - eindeutig rot.

Alle Untersuchungsergebnisse werden in einem blauen Gesundheitsbüchlein festgehalten. So können die Mitarbeiter kontrollieren, wie sich die Kinder entwickeln. Bevor Roufaida überhaupt weiter behandelt wird, muss sie erst einmal aufgepäppelt werden. Mit nahrhafter Erdnusspaste von Unicef. Drei Tütchen pro Tag sollen die Einjährige wieder auf die Beinchen bringen. Nach einer Woche soll Halima wiederkommen, Zeigt die Waage einen Fortschritt an, geht das Ernährungsprogramm weiter. So lange, bis die Messwerte nicht mehr kritisch sind.

Erdnusspaste in Wochenrationen

Die Erdnusspaste wird in Wochenrationen ausgegeben. So stellt Unicef sicher, dass die Mütter zur Kontrolle erscheinen. Zudem sehen die Ärzte am Gewichtsverlauf, ob die betroffenen Kinder die Paste wirklich verabreicht bekommen. Immer wieder verteilen Mütter die Rationen an alle hungrigen Geschwister, für das kranke Kind bleibt dann zu wenig.

„Die Spezialnahrung rettet bei uns hier wirklich täglich Kinderleben“, sagt Sadikou dankbar.

Mit einer Spende von 35 Euro kann ein Kind in Niger einen ganzen Monat lang mit Erdnusspaste versorgt werden.

Es gibt verschiedene Wege zu spenden

Per Überweisung: Stichwort Niger

Bei Spenden bis 100 Euro gilt der Einzahlungsbeleg als Quittung fürs Finanzamt. Bei größeren Beträgen bekommen Sie von Unicef automatisch eine Spendenbescheinigung zugeschickt. Bitte geben Sie im Feld Verwendungszweck unbedingt Ihren vollständigen Namen und Ihre Adresse an. Empfänger ist Unicef

Per Online-Formular: Klicken Sie hier!

Die Spendenkonten

Commerzbank IBAN: DE78 7008 00000326 900000 BIC: DRESDEFF700

Stadtsparkasse München IBAN: DE70 7015 00000000 263525 BIC: SSKMDEMM

Zum Schluss noch ein Versprechen, das die tz und Unicef seit 25 Jahren halten: Jeder Cent, den Sie spenden, kommt bei den Kindern an. Alle Verwaltungskosten werden aus anderen Töpfen gedeckt.

Für 10 Euro Nissan Qashqai gewinnen

Unter allen Spendern, die mindestens zehn Euro auf eines unserer Spendenkonten überweisen, verlosen wir einen Nissan Qashqai im Wert von 22 780 Euro – zur Verfügung gestellt von den Münchner Nissan-Händlern. Bitte notieren Sie Ihren vollständigen Namen und Ihre Adresse auf der Überweisung, damit wir Sie im Gewinnfall benachrichtigen können. Der Gewinner wird nach Abschluss der Spendenaktion gezogen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Nissan Qashqai zu gewinnen

Alle Informationen rund um die Spendenaktion finden Sie auf unserer Themenseite.

Ihre Ansprechpartnerin

Haben Sie noch Fragen? So erreichen Sie Unicef-Reporterin Dorit Caspary: Telefon 089/5306 512 und E-Mail dorit.caspary@tz.de.

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