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Die Lehmbriketts, die Bassirou schleppt, wiegen fünf Kilo.

Wir helfen in Niger

Bassirou schuftet in der Lehmgrube - 1,20 Euro Schuldgeld fehlt

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Nur ein Jahr war Bassirou in der Schule. Denn der Zehnjährige (10) soll lieber Geld verdienen. So hat es der Vater beschlossen. Ob andere Dorfbewohner das ändern können? 

Lesen fällt Bassirou schwer. Er kann nur ein paar Buchstaben. Und auch das Schreiben bereitet ihm große Probleme. Nur seinen Namen, den kann der zehn Jahre alte Bub ohne abzusetzen hinkritzeln. „Ich war nur ein Jahr in der Schule“, erzählt Bassirou. Dann hat sein Vater beschlossen, dass es reicht mit der Bildung. Vor allem war ihm das Schulgeld zu teuer. 1,20 Euro im Jahr kostet der Besuch der Grundschule.

Bassirou hat sich seinem Schicksal ergeben. „Mein Vater sagt, dass ich der Familie mehr nutze, wenn ich arbeite. Außerdem war ich nicht so schnell mit dem Schreiben. Deshalb meinte meine Mutter, das bringt dann ja eh nichts mit der Schule.“

Deshalb geht Bassirou jetzt zur Arbeit, wenn seine gleichaltrigen Freunde in der Schule sitzen. Je nach Jahreszeit ist er auf den Feldern beschäftigt, jetzt nach der Regenzeit muss er Lehmziegel herstellen.

Gemeinsam mit seinem Onkel Harrisou (17) schaufelt der Bub den schweren Lehmmatsch in Holzformen, mit den Händen streicht er die Masse glatt, Nach einem Tag sind die Briketts getrocknet, und die beiden Burschen können das Baumaterial auf einen Karren laden. Rund 5 Kilo wiegen die Lehmziegel. Entweder bringen sie das Baumaterial direkt zur Kundschaft, manchmal setzt sich Bassirou auch an den Straßenrand und versucht dort, seine Briketts zu verkaufen. Das Geschäft mit den Lehmziegeln ist einträglich. Bis zu 50 Cent verdient der Bub am Tag. Drei Tage Arbeit, dann hätte er das Schulgeld für ein Jahr zusammen... „Ich gebe das Geld für Essen aus, unsere Familie hat gerade nicht viel, die Ernte ist schlecht.“

Das Leben als Bauer ist hart

Obwohl Bassirou sieht, wie hart das Leben als Bauer ist, möchte er selbst Landwirt werden. „Da habe ich wenigstens die Chance, dass bei genug Regen auch genug Essen da ist.“ Sein Onkel, mit dem er an diesem Tag – es ist ein Samstag – den Lehmjob erledigt, geht noch zur Schule. Er will Ingenieur werden. „Da muss man ganz viel schreiben und rechnen und das kann ich ja nicht“, sagt Bassirou resigniert.

Bald ist die Zeit der Lehmziegel-Produktion vorbei. Nur drei Monate lang können Bassirou und die anderen, die den gleichen Job machen, Briketts herstellen. Dann sind die Wasserlöcher, die sie für den Matsch brauchen, versiegt. Und damit auch die Geldquelle.

In der Trockenzeit gibt es je nach Ernte oft nur einmal am Tag einen Hirsebrei zu essen, manchmal fallen die Mahlzeiten ganz aus. „Ich habe drei kleine Brüder, die brauchen das Essen dringender, da verteile ich eben was von meiner Portion an sie.“ Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch sie dauerhaft arbeiten müssen. Bislang dürfen zwei Brüder (6,8) die Schule besuchen. „Sie sind schneller im Lernen als ich“, so Bassirou, „vielleicht dürfen sie dann länger hingehen und dann können sie mir wieder was zeigen“.

Gemeinsam mit seinem Onkel arbeitet Bassirou in der Lehmgrube, schleppt und schuftet für 50 Cent Lohn am Tag bis zur Erschöpfung.

Wie kann Unicef Bassirou helfen?

Unicef bildet in vielen Dörfern Kinderschutzbeauftragte aus. Sie kümmern sich um Kinder wie Bassirou, reden mit den Eltern und versuchen Überzeugungsarbeit zu leisten, damit die Kinder wieder in die Schule können. „Wenn diese Aufgabe Dorfbewohner mit Ansehen übernehmen, hören die Familien auf sie“, erklärt Oumarou Harouna vom Unicef-Büro in Maradi. „Das ist ein System, das immer besser funktioniert. Unser Kollege hat sich bei Bassirous Familie schon angekündigt.“ Ein Gespräch mit der Schule steht ebenfalls an, damit Bassirou wieder aufgenommen wird. Und außerdem ist da ja noch Onkel Harissou: „Ich sag dem Kleinen immer wieder, wie wichtig Schule ist und dass er es schaffen kann. Er muss nur daran glauben und noch eine zweite Chance bekommen.“ 

Für zehn Euro Spende Nissan Qashqai gewinnen

Der Nissan Qashqai startet gut zehn Jahre nach seiner Einführung in eine neue Dekade. Der erfolgreichste Kompakt-Crossover verändert sein Außendesign und verbessert die Qualität im Innenraum. Größere Fahrleistungen und die Nissan -Intelligent-Mobility-Technologien sorgen für mehr Komfort und Sicherheit. 

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Unter allen Spendern, die mindestens zehn Euro auf eines unserer Spendenkonten einzahlen, verlosen wir diesen Nissan Qashqai in Vivid Blue Metallic im Wert von 22.780 Euro (Gesamtverbrauch in l/100 km: innerorts 6,6, außerorts 5,1, kombiniert 5,6; CO2-Emissionen: kombiniert 129,0 g/km (Messverfahren gem. EU-Norm); Effizienzklasse C) – zur Verfügung gestellt von den Münchner Nissan-Händlern.

Wichtig: Bitte notieren Sie Ihren vollständigen Namen und Ihre Adresse auf dem Überweisungsträger und Ihrer Online-Überweisung. Damit wir Sie erreichen können, falls das Los auf Sie fällt. Der Gewinner unseres Nissan Qashqais wird nach Abschluss unserer Spendenaktion im Februar gezogen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 

tz und die Münchner Nissan-Händler wünschen Ihnen viel Glück!

Wir helfen in Niger

Mit Ihrer Spende – und sei sie auch noch so klein – unterstützen Sie die tz-Weihnachtsaktion Wir helfen in Niger. Gemeinsam mit Unicef und Ihnen, liebe Leser, möchten wir Mädchen und Buben im zweitärmsten Land der Welt eine Zukunft schenken. Die Kinder leiden unter Hunger, können oft nicht zur Schule gehen, haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, kämpfen gegen Krankheit oder einfach ums Überleben. Wir möchten vor Ort helfen. Indem wir gemeinsam mit Unicef ganz konkrete Projekte unterstützen – gegen Hunger und für neue Schulen. Noch ein Versprechen, das die tz und Unicef seit 28 Jahren halten: Jeder Cent, den Sie spenden, kommt bei den Kindern an. Alle Verwaltungskosten werden aus anderen Töpfen gedeckt, zusätzliche Kosten werden von Sponsoren übernommen.

Bilder: Das beschwerliche Leben der Kinder in Niger

Spenden und gewinnen!

  • Sie möchten per Überweisung spenden?
    Bitte geben Sie bei Ihrer Überweisung als Empfänger Unicef an, im Feld Verwendungszweck das Stichwort Niger, Ihren Namen und Ihre Adresse. Bei Spenden bis 100 Euro gilt der Einzahlungsbeleg als Quittung fürs Finanzamt. Bei größeren Beträgen bekommen Sie von Unicef automatisch eine Spendenbescheinigung zugeschickt. 

Falls Sie an der Verlosung unseres Nissan Qashqai im Wert von 22.780 Euro teilnehmen möchten, bitte auch unbedingt Ihre vollständige Adresse angeben, damit wir Sie im Gewinnfall benachrichtigen können.

Die Spendenkonten:

Commerzbank
IBAN: DE78 7008 00000326 900000
BIC: DRESDEFF700 

Stadtsparkasse München
IBAN: DE70 7015 00000000 263525
BIC: SSKMDEMM

Perfektes Geschenk

Sie sind auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk, mit dem Sie auch noch Gutes tun? Dann haben wir die perfekte Idee: Karten für die Unicefgala am 20. Februar 2018 im Circus Krone. Mit dabei: Donikkl und Glasperlenspiel. Karten (Erwachsene 20 Euro, Kinder 10 Euro) gibt’s bei München Ticket ­(www.muenchenticket.de) und an ­allen Vorverkaufsstellen.

Ihre Ansprechpartnerin

Haben Sie noch Fragen? So erreichen Sie Unicef-Reporterin Dorit Caspary: Telefon 089/5306 512 und E-Mail dorit.caspary@tz.de.

Dorit Caspary

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