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Zarah Gadu (54) und ihre Familie bekommen Unterstützung von der Schwiegertochter.

Verheerende Regenfälle in Niger

Die Flut hat ihnen alles genommen

Diese Kinderaugen sollen wieder strahlen können. Öffnen Sie Ihr Herz für die große Spendenaktion von tz und Unicef und schenken Sie den Kindern in Niger eine Zukunft.

Ende August blickte die Welt nach Houston, voller Mitgefühl für die Opfer der Unwetterkatastrophe nach Sturm Harvey. Fast zeitgleich tobte auf der anderen Seite des Globus in Niger ebenfalls ein Unwetter, das 12.000 Häuser zerstörte, 120.000 Menschen obdachlos machte und 56 Tote forderte. Sie ertranken oder starben in den Trümmern ihrer Häuser. Berichtet wurde über die Flutkatastrophe in Niger so gut wie gar nicht. Und das, obwohl 206.513 Menschen unter den Folgen der verheerenden Regenfälle Anfang September leiden. Besonders hart hat es die Familien getroffen, die entlang des Flusses Niger leben. In der Hauptstadt Niamey stieg der Wasserpegel von drei Metern auf 4,90 Meter an. Die Dämme, die es dort gibt, sind nur bis zu einem Wasserstand von 4,30 Meter ausgelegt. Kilometerweit schoben sich die Wassermassen ins Land - und in die Häuser der Bewohner. Diese sind in Niger aus Lehm gebaut. Wasser vernichtet sie innerhalb kurzer Zeit, es bleibt ein Sumpf aus Matsch.

Bilder: Das beschwerliche Leben der Kinder in Niger

Überschwemmungen in Niger: Menschen verloren Unterkünfte und Ernten 

Zarah Gadu (54) lag in einer der besonders schlimmen Regennächte mit ihren acht Kindern in ihrer Hütte. Ihr Mann war nicht da, er ist Gelegenheitsarbeiter und zieht durchs Land. Plötzlich hörte sie ein Rauschen. „Ich habe einfach alle aufgeweckt und dann war schon das Wasser da“, erzählt sie. Der Regen drückte das Dach ein, die Wassermassen aus dem Fluss strömten ins Haus. Innerhalb von Minuten stand überall Wasser, am Ende 1,40 Meter hoch. „Wir können nicht schwimmen, ich habe nur gedacht, wir müssen hier alle irgendwie raus.“ Und irgendwie hat es die Familie geschafft. Wie, das weiß Zarah Gadu nicht. Sie kann sich erst wieder an den Moment erinnern, als sich die Familie in der Grundschule des Dorfes wiedergefunden hat. „Wir hatten Glück, wir haben alle überlebt“, sagt die 54-Jährige dankbar. Von ihrem Zuhause ist so gut wie nichts mehr übrig. „Selbst unsere Box mit allen Papieren wie Geburtsurkunden wurde weggeschwemmt.“ Am schlimmsten: Alle Felder sind zerstört. „Wir haben keine Ernte“, so die Bäuerin verzweifelt. „Was sollen wir nur im nächsten Jahr essen?“ 

Die Behelfsunterkunft der Familie steht hinter der stabilen Mauer der Schule, in den Wasserlöchern sammeln sich Dreck und Fäkalien (l.).

Zweieinhalb Monate hat sie mit ihrer Familie in der Schule geschlafen. Jetzt kehren die Gadus in ihr Zuhause zurück, eine Lehmruine. Nur vom Vorratsraum stehen noch zwei Mauern. „Meine Schwiegertochter hilft uns und  das ganze Dorf hält zusammen, aber manchmal möchte man einfach aufgeben“, erzählt Zarah erschöpft. Zumal jetzt die Angst vor Krankheiten dazukommt. Die Sumpfgebiete sind idealer Lebensraum für Malaria-Mücken. Über das verunreinigte Wasser, in dem sich aller Dreck und Fäkalien sammeln, breitet sich Cholera aus. 

Unicef leistet Nothilfe, versorgt die Flutopfer mit Wasserreinigungstabletten, kümmert sich um die Wiederherstellung der Wasserversorgung, um Cholera- und Malaria-Kranke.

Es gibt verschiedene Wege zu spenden

Mit Ihrer Spende - und sei sie auch noch so klein - unterstützen Sie die tz-Weihnachtsaktion Wir helfen in Niger. Gemeinsam mit Unicef und Ihnen, liebe Leser, möchten wir Mädchen und Buben im zweit-ärmsten Land der Welt eine Zukunft schenken. Die Kinder leiden unter Hunger, können oft nicht zur Schule gehen, haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, kämpfen gegen Krankheit und einfach ums Überleben. Wir möchten vor Ort helfen. Indem wir gemeinsam mit Unicef ganz konkrete Projekte unterstützen - gegen Hunger und für neue Schulen. Noch ein Versprechen, das die tz und Unicef seit 28 Jahren halten: Jeder Cent, den Sie spenden, kommt bei den Kindern an. Alle Verwaltungskosten werden aus anderen Töpfen gedeckt, auftretende Kosten werden von Sponsoren übernommen.

Per Überweisung: Stichwort Niger

Bei Spenden bis 100 Euro gilt der Einzahlungsbeleg als Quittung fürs Finanzamt. Bei größeren Beträgen bekommen Sie von Unicef automatisch eine Spendenbescheinigung zugeschickt. Bitte geben Sie im Feld Verwendungszweck unbedingt Ihren vollständigen Namen und Ihre Adresse an. Empfänger ist Unicef

Per Online-Formular: Klicken Sie hier!

Die Spendenkonten

Commerzbank IBAN: DE78 7008 00000326 900000 BIC: DRESDEFF700

Stadtsparkasse München IBAN: DE70 7015 00000000 263525 BIC: SSKMDEMM

Zum Schluss noch ein Versprechen, das die tz und Unicef seit 25 Jahren halten: Jeder Cent, den Sie spenden, kommt bei den Kindern an. Alle Verwaltungskosten werden aus anderen Töpfen gedeckt.

Für 10 Euro Nissan Qashqai gewinnen

Unter allen Spendern, die mindestens zehn Euro auf eines unserer Spendenkonten überweisen, verlosen wir einen Nissan Qashqai im Wert von 22 780 Euro – zur Verfügung gestellt von den Münchner Nissan-Händlern. Bitte notieren Sie Ihren vollständigen Namen und Ihre Adresse auf der Überweisung, damit wir Sie im Gewinnfall benachrichtigen können. Der Gewinner wird nach Abschluss der Spendenaktion gezogen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Nissan Qashqai zu gewinnen

Alle Informationen rund um die Spendenaktion finden Sie auf unserer Themenseite.

Ihre Ansprechpartnerin

Haben Sie noch Fragen? So erreichen Sie Unicef-Reporterin Dorit Caspary: Telefon 089/5306 512 und E-Mail dorit.caspary@tz.de.

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