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Amina (l.) füllt Wasser in die Kanister der Dorfbewohner

TZ-Spendenaktion Wir helfen in Niger

Endlich sauberesWasser für 2500 Dorfbewohner in Niger 

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Früher wartete Amina manchmal die ganze Nacht lang am Dorfbrunnen, bis sie an der Reihe war. Für die 2500 Einwohner ihres Dorfes Bamo Danjari gab es bis vor einem Jahr nur einen alten Brunnen. Jetzt hat das Dorf einen Wassertank.

„Der Brunnen hat unser Leben verändert“, sagt die 70 Jahre alte Amina überzeugt. „Früher hatten wir jeden Tag mehr als zehn kranke Kinder mit Würmern oder Durchfall“, erzählt sie. „Alles durch das Wasser.“ Sie selbst hat vier Kinder verloren und ist überzeugt: „Hätte es damals schon sauberes Wasser gegeben, würden sie vielleicht noch leben.“

Der neue Tank versorgt 2500 Menschen mit Trinkwasser.

Auf einem kleinen Hocker sitzt Amina mitten am Dorfplatz. Hinter ihr das kleine Wasserhäuschen mit dem Hahn, aus dem alle Dorfbewohner sauberes Wasser zapfen können - gegen eine Gebühr von 0,02 Cent pro Kanister. „Das ist viel günstiger als früher, da mussten wir ja Kühe halten, die das Wasser aus dem alten Brunnen gezogen haben.“ Die Einnahmen werden gespart, um anstehende Reparaturen zu bezahlen. Das Unicef-System soll sich nach der Errichtung selbst finanzieren.

Der alte Brunnen liegt am Dorfrand, noch stehen Tiertränken daneben, zeugen von seiner jahrzehntelangen Nutzung. Amina erinnert sich, dass das Wasserholen nicht nur anstrengend und zeitraubend, sondern auch gefährlich war. „Eine Nachbarin ist abgerutscht und in den Brunnen gefallen. Sie war sofort tot. Immer wieder haben sich Kinder schwer verletzt.“

Die Kinder in Bamo Danjari werden jetzt seltener krank

Das ist Gott sei Dank vorbei, sagt Amina. Vergangenheit. Jetzt steht auf der anderen Seite von Bamo Danjari der neue Hochtank. Er wird mit Wasser aus einem 109 Meter tiefen Bohrloch gespeist, das mit einem solarbetriebenen Pumpsystem nach oben transportiert wird. Von dort aus fließt das saubere Wasser 900 Meter weit durch eine Leitung bis zum Dorfplatz. Sechs solcher Systeme hat Unicef allein im vergangenen Jahr errichtet, drei weitere sind in Planung.

Bilder: Das beschwerliche Leben der Kinder in Niger

Am Dorfplatz von Bamo Danjari wartet Amina am Wasserhahn auf Kundschaft. Jeden Tag von 8 bis 20 Uhr. Sie hat ihren gelben Gummischlauch in der Hand und bedient einen nach dem anderen ganz ruhig. Egal, wie lange die Schlange ist. Für jeden hat sie ein nettes Wort, fragt, wie es den Kindern geht, was die Ernte macht oder was es sonst so zu besprechen gibt. Amina fehlt fast nie, wenn doch, dann springt ihr Enkel ein und vertritt seine Großmutter. Sie nimmt ihre Arbeit sehr ernst. „Ich will, dass es allen in unserem Dorf besser geht.“

Es gibt verschiedene Wege zu spenden:

Per Überweisung: Stichwort Niger

Bei Spenden bis 100 Euro gilt der Einzahlungsbeleg als Quittung fürs Finanzamt. Bei größeren Beträgen bekommen Sie von Unicef automatisch eine Spendenbescheinigung zugeschickt. Bitte geben Sie im Feld Verwendungszweck unbedingt Ihren vollständigen Namen und Ihre Adresse an. Empfänger ist Unicef

Per Online-Formular: Klicken Sie hier!

Die Spendenkonten

Commerzbank IBAN: DE78 7008 00000326 900000 BIC: DRESDEFF700

Stadtsparkasse München

IBAN: DE70 7015 00000000 263525 BIC: SSKMDEMM

Zum Schluss noch ein Versprechen, das die tz und Unicef seit 25 Jahren halten: Jeder Cent, den Sie spenden, kommt bei den Kindern an. Alle Verwaltungskosten werden aus anderen Töpfen gedeckt.

Für 10 Euro Nissan Qashqai gewinnen

Unter allen Spendern, die mindestens zehn Euro auf eines unserer Spendenkonten überweisen, verlosen wir einen Nissan Qashqai im Wert von 22.780 Euro – zur Verfügung gestellt von den Münchner Nissan-Händlern. Bitte notieren Sie Ihren vollständigen Namen und Ihre Adresse auf der Überweisung, damit wir Sie im Gewinnfall benachrichtigen können. Der Gewinner wird nach Abschluss der Spendenaktion gezogen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Alle Informationen rund um die Spendenaktion finden Sie auf unserer Themenseite. 

Ihre Ansprechpartnerin

Haben Sie noch Fragen? So erreichen Sie Unicef-Reporterin Dorit Caspary: Telefon 089/5306 512 und E-Mail dorit.caspary@tz.de.

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