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Lantanas Hochzeit sollte mit 14 Jahren stattfinden.

Ich will noch nicht heiraten!

Unicef verhindert, dass Minderjährige an Männer verkauft werden

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Es war ein Morgen wie jeder andere. Imamatou ging in die Schule und traf dort ihre Freundinnen. Die waren ganz aufgeregt, fragten: „Stimmt das wirklich, Du heiratest?“ Imamatou war da 14 Jahre alt und wusste von nichts.

Hinter ihrem Rücken hatten die Eltern die Hochzeit mit einem 32 Jahre alten Cousin arrangiert, der auf der Suche nach einer Zweitfrau war. Das ist in Niger gesetzlich erlaubt. Als Imamatou unter Tränen ihre Mutter fragte, ob das wahr sei mit der Hochzeit, nickte die nur. „Ich habe mich nicht getraut zu widersprechen, das macht man bei uns nicht“, erzählt das heute 17-jährige Mädchen. Letztendlich hatte der Vater ein Erbarmen und sagte die Hochzeit ab. Seitdem ist die Mutter verschwunden und Imamatou versorgt die Familie.

„Wir haben Mädchen, die mit zwölf Jahren weggegeben werden“

Ihren Freundinnen drohte das gleiche Schicksal. Denn für ein Mädchen bekommen die Familien rund 300 Euro vom Bräutigam. Viel Geld in Niger. Oumarou Harouna von Unicef: „Wir haben Mädchen, die mit zwölf Jahren weggegeben werden. Das sind Kinder, weder deren Körper noch deren Seelen können das aushalten, was mit ihnen in einer so früh arrangierten Ehe passiert.“ Deshalb kümmern sich speziell ausgebildete Kinderschutzbeauftragte um diese Mädchen. Und intervenieren, wenn sie von einer Kinderheirat hören. „Immer öfters gelingt es uns, die Mädchen zu schützen und so eine frühe Hochzeit zu verhindern.“ Das geht nur, wenn Offizielle, und Amtsträger wie Lehrer mit uns zusammenarbeiten“, so Harouna.

Oumarou Harouna hört sich die Sorgen der Mädchen an, kümmert sich mit seinen Unicef-Kollegen um Lösungen.

Im Fall von Lantana haben ein Onkel und ihr Lehrer alles dafür getan, um die Hochzeit im Alter von 14 Jahren zu verhindern. Lantana ist begabt, hatte beste Noten in der Schule. Ihr Onkel sagte: „So ein junges Mädchen kann man doch nicht aus der Schule nehmen und einem Mann geben.“ Die letzte Entscheidung traf der Dorfvorsteher, der die Heirat ablehnte.

Sein Dorf Bassaraou ist Teil eines Unicef-Projekts, das Mädchen wie Lantana, Imamatou und all den anderen eine Perspektive gibt. Auch denen, die nach sechs Grundschuljahren im Alter von zwölf Jahren nicht auf weiterführende Schulen gehen dürfen oder können. Sie erhalten dreimal die Woche Trainings, in denen sie lernen, wie man beispielsweise Seife herstellt. Die können die Mädchen verkaufen, nützen so der Familie und werden nicht sofort verheiratet. Außerdem haben die Unicef-Mitarbeiter die Möglichkeit, mit den Mädchen zu sprechen, erfahren von Problemen, Gewalt oder Missbrauch, um dann eingreifen zu können.

Von den 32 Mädchen, die mit Imamatou in der Grundschule waren, sind bereits 18 verheiratet. Keine von ihnen konnte die Schule fertigmachen. Imamatou sagt: „Das macht mich so traurig, wir Mädchen sind doch auch was wert.“

Bilder: Das beschwerliche Leben der Kinder in Niger

Es gibt verschiedene Wege zu spenden:

Per Überweisung: Stichwort Niger

Bei Spenden bis 100 Euro gilt der Einzahlungsbeleg als Quittung fürs Finanzamt. Bei größeren Beträgen bekommen Sie von Unicef automatisch eine Spendenbescheinigung zugeschickt. Bitte geben Sie im Feld Verwendungszweck unbedingt Ihren vollständigen Namen und Ihre Adresse an. Empfänger ist Unicef

Per Online-Formular: Klicken Sie hier! (Verlinken auf: https://www.unicef.de/tz)

Die Spendenkonten

Commerzbank IBAN: DE78 7008 00000326 900000 BIC: DRESDEFF700

Stadtsparkasse München

IBAN: DE70 7015 00000000 263525 BIC: SSKMDEMM

Zum Schluss noch ein Versprechen, das die tz und Unicef seit 25 Jahren halten: Jeder Cent, den Sie spenden, kommt bei den Kindern an. Alle Verwaltungskosten werden aus anderen Töpfen gedeckt.

Für 10 Euro Nissan Qashqai gewinnen

Unter allen Spendern, die mindestens zehn Euro auf eines unserer Spendenkonten überweisen, verlosen wir einen Nissan Qashqai im Wert von 22.780 Euro – zur Verfügung gestellt von den Münchner Nissan-Händlern. Bitte notieren Sie Ihren vollständigen Namen und Ihre Adresse auf der Überweisung, damit wir Sie im Gewinnfall benachrichtigen können. Der Gewinner wird nach Abschluss der Spendenaktion gezogen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Alle Informationen rund um die Spendenaktionfinden Sie auf unserer Themenseite.

Ihre Ansprechpartnerin

Haben Sie noch Fragen? So erreichen Sie Unicef-Reporterin Dorit Caspary: Telefon 089/5306 512 und E-Mail dorit.caspary@tz.de.

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