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Pusteblumenartige Würmer, wie Kokosnüsse geformte Schwämme, pinkfarbene Algen und spinnenartige Seesterne: Forscher geben einen Einblick in die Unterwasserwelt der Antarktis.

Forscher machen Fotos

Unterwasserwelt in der Antarktis

Canberra - Forscher haben seltene Bilder gemacht: Ein Unterwasserroboter fotografierte die Welt unter dem Packeis der Antarktis. Sie entdeckten einen vielfältigen Artenreichtum.

Ein Unterwasserroboter hat seltene Bilder von der Tier- und Pflanzenwelt unter dem Packeis der Antarktis geliefert: pusteblumenartige Würmer, wie Kokosnüsse geformte Schwämme, pinkfarbene Algen und spinnenartige Seesterne. Forscher der australischen Antarktis-Behörde AAD bohrten ein Loch ins Eis, durch das sie ein ferngesteuertes Gerät mit daran befestigter Kamera herabließen.

Forscher der australischen Antarktis-Behörde liefern die Fotos.

Der AAD-Biologe Glenn Johnstone sagte am Mittwoch, bei Antarktis-Bildern seien normalerweise Aufnahmen von Pinguinen, Seehunden und Walen die Renner. Doch der antarktische Unterwasserlebensraum biete einen "vielfältigen Artenreichtum einschließlich Schwämmen, Asselspinnen, Seeigel, Seegurken und Seesternen". Diese Arten leben in der Nähe der australischen Casey-Forschungsstation in einer Wassertemperatur von minus 1,5 Grad Celsius, und zehn Monate im Jahr unter einer anderthalb Meter dicken Eisschicht.

Die Bilder entstehen mit einem Unterwasserroboter.

Johnstone zufolge kann es vorkommen, dass die betreffende Pflanzen- und Tierwelt Pech hat und durch einen schwimmenden Eisberg vernichtet wird. Doch in der Regel biete die Eisschicht ausreichend Schutz vor oben tobenden Stürmen. Dadurch bestehe eine "relativ stabile Umgebung" mit guten Bedingungen für die Biodiversität.

Projektleiter Johnny Stark sagte, das Südpolarmeer absorbiere ein Viertel des in die Atmosphäre ausgestoßenen Kohlendioxids. Dadurch steige der Säuregehalt des Ozeans. CO2 sei in kaltem Wasser leichter löslich, und Polarwasser versauere im Vergleich zu tropischen oder gemäßigten Zonen zwei Mal so stark. Daher sei damit zu rechnen, dass diese "Ökosysteme als erste von der Übersäuerung betroffen" sein würden.

afp

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