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In vielen Teilen Deutschlands - wie hier bei Ludwigsburg - stürzten Bäume auf die Straßen und sorgten für Staus

Tischtennisballgroße Hagelkörner

Unwetterbilanz: Schäden in Millionenhöhe

Berlin - Das Unwetter zieht weiter: vom Süden Deutschlands nach Sachsen und Thüringen. Doch offenbar haben die Menschen im Osten Glück. Die Schäden halten sich in Grenzen.

Abgedeckte Dächer, demolierte Autos, eingeschlagene Fensterscheiben - die Hagel-Unwetter vom Wochenende haben millionenschwere Schäden angerichtet. Am Montag hieß es vielerorts Aufräumen. Die Gluthitze legt nun erstmal eine Pause ein. Ab Donnerstag ist dann wieder mit hohen Temperaturen zu rechnen - samt Gewittergefahr.

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Tennisballgroße Hagelkörner mitten in der Gluthitze - besonders hart hat es den Südwesten getroffen. Nach ersten Einschätzungen der SV Sparkassenversicherung entstand ein Schaden von rund 100 Millionen Euro. Der Versicherer geht nach Angaben vom Montag unter anderem von Schäden an 25 000 Gebäuden aus. Betroffen waren auch Schulen und Kindergärten. Mehrere Betreuungsstätten mussten wegen der Schäden geschlossen werden.

Es seien zudem rund 70 Menschen leicht verletzt worden, sagte der Leiter der Feuerwehr Reutlingen, Harald Herrmann. In der Stadt südlich von Stuttgart waren am Montag noch viele Gehwege mit Ästen und Dachziegeln übersät, wie eine Stadt-Sprecherin sagte. In 48 Stunden fielen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb 30 bis 72 Liter Regen pro Quadratmeter - in Schwäbisch Gmünd sogar fast 43 Liter in nur einer Stunde.

In Tübingen fielen Hagelkörner so groß wie Tischtennisbälle vom Himmel

Ähnlich die Situation in Bayern: Feuerwehrleute rückten in der Nacht zu Montag Hunderte Male aus. Sintflutartige Regenfälle ließen nach Polizeiangaben in tieferen Ortslagen Keller volllaufen. Es gab auch Verletzte wegen umgestürzter Bäume. Der vermutlich durch einen Blitzschlag ausgebrochene Waldbrand am oberbayerischen Thumsee bei Bad Reichenhall war am Montagmorgen unter Kontrolle - es hatte seit Samstagabend gebrannt. Viele Glutnester mussten allerdings noch gelöscht werden.

Bereits am Samstagabend hatte es auch die Region Hannover erwischt. Dort prasselten auch Hagelkörner vom Himmel. Andere Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, Hessen oder Sachsen-Anhalt blieben laut DWD verschont und Rheinland-Pfalz weitgehend - nur in der Region Trier gab es bereits am Samstagabend Straßensperrungen wegen umgestürzter Bäume.

Die Aussichten: Laut DWD regnet es zu Wochenbeginn immer mal wieder, am Dienstag und Mittwoch bleiben die Temperaturen selbst im Südwesten unter der 30-Grad-Marke. Die Hitze kommt allerdings wohl bald zurück. Ab Donnerstag könne die 35-Grad-Marke überschritten werden. Erneut gelangt Sahara-Luft nach Deutschland, die auf dem Weg über das Mittelmeer Feuchtigkeit aufnimmt und die Gewittergefahr steigen lässt. Diese Bedingungen hatten am Wochenende für die Unwetter gesorgt.

dpa

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