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Heftiger Sturm fegt über Teile Deutschlands: DWD warnt vor konkreten Gefahren

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Von: Martina Lippl

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Unwetter in Deutschland - der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt aktuell vor Gewitter, Starkregen und Sturm. Berlin hat schon den Ausnahmezustand ausgerufen.

Offenbach - In Berlin herrscht Land unter. Nach heftigem Starkregen am Mittwoch sind einige Straßen komplett überflutet. Die Berliner Feuerwehr hat den „Ausnahmezustand Wetter“ ausgerufen und die Freiwillige Feuerwehr zur Unterstützung angefordert. Der Berliner Sachsendamm in Berlin ist beispielsweise vollgelaufen - dort gibt es momentan kein Durchkommen mehr.

Unwetter in Deutschland - Nach Gewittern Berlin im Ausnahmezustand

Die Kanalisation ist in einigen Teilen der Hauptstadt mit den Regenmassen komplett überfordert. Eine dunkle Brühe schwappt über den Bordstein, wie auf Videos in den sozialen Netzwerken zu sehen ist. „Es hat geregnet in Berlin...“, twittert eine Userin und postet einen Clip von der Wetterlage.

Unwetter-Alarm in Deutschland

Vor lokalem Starkregen hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seinem Warnlagebericht für Brandenburg und Berlin am Mittwoch gewarnt. Der Ausnahmezustand in Berlin soll übrigens bis 15 Uhr gelten. Doch es droht weiter Ungemach. Im Tagesverlauf überqueren Tiefausläufer die Region, teilen die DWD-Wetterexperten mit. Am Donnerstag ist mit Windböen bis 60 km/h zu rechnen.

Sturmtief Yogi wütet an der Nordsee - Orkanböen bis 130 km/h

Tief „Yogi“ sorgt indes schon im Norden für stürmisches Wetter. Auf der Nordsee und den Nordseeinseln drohen schwere Sturmböen - sogar orkanartigen Böen mit Geschwindigkeiten bis 130 km/h, teilt Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net mit. „Das wird ganz schön ruppig werden“, so Jung. „Die Sturmsaison nimmt Fahrt auf und am Tag der Deutschen Einheit droht direkt schon das nächste Sturmtief.“ Das würde dann besonders den Westen treffen. Bis Sonntag (3. Oktober) ist es allerdings noch etwas hin.

Der DWD hat eine amtliche Unwetterwarnung für die betroffenen Gebiete im Norden herausgegeben und weist auf mögliche Gefahren hin: „ACHTUNG! Hinweis auf mögliche Gefahren: Es können zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien! Sturm muss man ernst nehmen, denn die Bäume haben immer noch ihr Laub und können deshalb leichter vom Wind umgeworfen werden. Auch Äste können abbrechen und Dachziegel können von den Dächern geweht werden.“

Auch am Brocken ist Donnerstagnacht mit schweren Sturmböen (100 km/h) zu rechnen. Am Donnerstag bleibt es an der Nord- und Ostsee laut DWD stürmisch. Im Laufe des Tages lässt der Wind nach.

Die aktuelle Warnkarte des DWD: Wetterdienst warnt vor Orkanböen.
Die aktuelle Warnkarte des DWD: Wetterdienst warnt vor Orkanböen. © Screenshot DWD

Bodenfrost! Glättegefahr auf den Straßen

Im Westen und Südwesten Deutschlands kann es zudem am Donnerstagmorgen zu Bodenfrost kommen. Glättegefahr! Jedenfalls sollten Autofahrer in den frühen Morgenstunden vorsichtig sein. Von der Mitte bis in den Süden ist zudem mit Nebel zu rechnen.

Kommt dann der „Goldene Oktober“? Erste Prognosen sind jedenfalls für die erste Oktoberhälfte vielversprechend. Doch gegen Ende Oktober zeichnet sich ein Kälteschock ab. (ml) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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