Darum kommt es zu Unwetterwarnungen

Wie entsteht ein Unwetter und welche Unwetterwarnungen gibt es?

Wie entsteht ein Unwetter und wann wird eine Unwetterwarnung ausgesprochen? Auf diese Fragen finden Sie hier eine Antwort.

  • Gewitter, Hagel, Starkregen - all das gehört zu einem Unwetter.
  • Verschiedene Arten von Wetter werden als ein Unwetter bezeichnet.
  • Meteorologen kennen verschiedene Stufen der Unwetterwarnung

München - Ob im Frühling, im Sommer, im Herbst oder im Winter. Zu jeder Jahreszeit kommen Unwetter vor. Doch wie entsteht so ein Unwetter? Was hat es damit auf sich und ab wann wird eine Unwetterwarnung ausgesprochen?

Ein Unwetter kann unterschiedlich ausfallen. Mal gibt es zu Blitz und Donner. Mal kommt es zu starkem Niederschlag in Form von Hagel, Starkregen oder Schneefall. Ein Unwetter entsteht, sobald eine sehr heiße und feuchtere Luftmasse auf kalte, deutliche kühlere Luft trifft. 

Unwetter: So entstehen diese Wetterphänomene

Die dabei freigesetzte Energie verursacht zunächst starken Wind, der nach oben steigt. Eben dieser Aufwind treibt die wärmere und feuchte Heißluft nach oben in die kältere Atmosphäre, wo diese Luft kondensiert. 

Von der Erde aus sind solche Abläufe meist sehr gut sichtbar. Man sieht am Himmel, wenn sich die Wolken auftürmen. Nicht umsonst gibt es zum Wetter den Spruch: „Dort braut sich etwas zusammen!“. 

Eine große Gewitterwolke kann laut wetter.com zwischen 20 und 100 Millionen Tonnen Wasser enthalten. In dieser Unwetterwolke herrschen dann Orkanböen, die Wassertropfen in die Höhe drücken, wo die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt liegen und die Tropfen daher gefrieren. Der starke Wind treibt die gefroren Wassertropfen so oft nach oben, bis sie zu schwer sind und als Hagel zu Boden fallen.

Unwetter: Wann spricht man von einer Superzelle?

Die herabfallenden Eisklumpen lassen starke Fallwinde entstehen, die dann am Boden zu starken Böen werden und teils verheerende Schäden nach sich ziehen können. Von einer „Superzelle“ spricht man übrigens, wenn sich mehrere Gewitterwolken zu einer riesigen Gewitterwolke zusammenschließen. Dann herrscht die höchste Gefahrenstufe.   

Durch sogenannte Schwerwinde können sich diese Superzellen oder auch die kleineren einzelnen Gewitter zu einem Tornado werden. Dieses Phänomen ist in Deutschland eher selten. 

Unwetterwarnung: Ab wann wird gewarnt? 

Wird in den Wettermodellen eine gefährliche Lage entdeckt, werden zunächst erste Informationen und Vorwarnungen ausgesprochen, damit man sich schon frühzeitig darauf einstellen kann. Vom Deutschen Wetterdienst gibt es sogenannte amtliche Vorabinformationen. Dieser werden maximal 48 Stunden (für Bundesländer) oder 12 Stunden (für regionale Warnungen) vor dem zu erwartenden Ereignis ausgegeben.

Unwetterwarnungen werden oft ausgesprochen, damit man für mögliche Eventualitäten gewappnet ist. Oft passiert es auch, dass eine UInwetterwarnung ausgesprochen wird und am Ende gar kein Gewitter oder Unwetter entsteht. Das ist aber immer noch besser als, wenn gar nicht gewarnt wird und es zu einem verheerenden Wolkenbruch kommt. 

Vor allem im Sommer entstehen Unwetter derart schnell, dass nur noch Regionen in Windrichtung gewarnt werden können. Im Winter kommt es meist wegen Frost und Nebel zu Unwetterwarnungen, weil die Verkehrsinfrastruktur dabei betroffen ist. 

Unwetterwarnung: Es gibt insgesamt vier Warnstufen

  1. Wetterwarnungen
  2. Warnungen vor markantem Wetter
  3. Unwetterwarnungen
  4. Warnungen vor extremen Unwetter

Wenn eine Warnung ausgegeben wurde, entsteht zunächst kein Grund für Panik. Falls vor Wind oder Gewitter gewarnt wird, sollte man möglicherweise Möbel und Fenster sichern. Bei Warnungen vor Starkregen sollten Vorkehrungen gegen Hochwasser getroffen werden. Bei Warnungen vor Extremwetter ist es ratsam, einfach zu Hause zu bleiben. 

mm

Rubriklistenbild: © dpa / Nicolas Armer

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