Großer Hagel, Orkanböen und sintflutartige Regenfälle: Der DWD warnt vor schweren Gewittern.
+
Großer Hagel, Orkanböen und sintflutartige Regenfälle: Der DWD warnt vor schweren Gewittern.

Gewitter-Walze im Anmarsch

Unwetter in Deutschland: Alarmstufe Rot! DWD warnt wieder vor großem Hagel, Orkanböen und Starkregen

  • Martina Lippl
    VonMartina Lippl
    schließen

Es bleibt verrückt! Heftige Unwetter mit großem Hagel sind auch am Mittwoch in Deutschland angesagt. Mit wolkenbruchartigen Regenfällen ist in der Nacht zu rechnen. Keine Entwarnung in Sicht.

München - Montag, Dienstag und jetzt auch noch Mittwoch - kräftige Gewitter, großer Hagelschlag und sintflutartige Regenfälle drohen, inklusive schweren Sturmböen (100 km/h). Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vorab vor Unwettern. Schwerpunkt ist aktuell wieder Süddeutschland. Besonders erwischt es den Schwarzwald, die Schwäbische Alb und weite Teile Bayerns. Tief „Volker“ sorgt für diese Turbulenzen.

Unwetter-Alarm in Deutschland: Hagel, Orkanböen und Starkregen

„Und täglich grüßt das Murmeltier....(leider)“, twittert der DWD zur aktuellen Unwetter-Lage in Deutschland. Im Schwarzwald geht es aktuell schon los, erklärt DWD Meteorologe Robert Hausen im DWD-Wettervideo. Dann folgt die Schwäbische Alb und bis zum Abend hin greifen Gewitter aus der Schweiz und den Alpen immer mehr in den Süden Deutschlands über. Starkregen mit bis zu 70 Litern pro Quadratmetern sind in der Nacht auf Donnerstag laut DWD möglich. Das ist eine Menge. Abwassersysteme kommen da schnell an ihre Grenzen. In der Nacht auf Mittwoch sorgten Wassermassen stellenweise über 60 Liter pro Quadratmeter im Großraum München für überflutete Straßen und Keller. Nördlich der Mittelgebirge bleibt es dagegen meist trocken, im Norden heiter. Ein Azorenhoch sorgt dort für merklich kühlere Temperaturen.

„Südlich der Mainlinie dauert die Gewitter- und Unwetterlage auch heute weiter an“, teilt Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst q.met mit. Lokal kommt es wieder zu erheblichen Schäden durch vollgelaufene Keller und Häuser, befürchtet der Wetterexperte. Der schwere Hagelschlag könne ganze Ernten vernichten. Das klingt dramatisch. Doch in Österreich richteten Hühnerei-große Hagelkörner einen Rekordschaden von 22 Millionen Euro an. Auch in Bayern hat das Hagel-Unwetter eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

Hagel über zwei Zentimeter sind „sehr wahrscheinlich“, heißt es im DWD-Warnlagebericht. Vor „Hagel bis fünf Zentimeter oder Hagelansammlungen“ warnt der DWD in der „Vorabinformation Unwetter vor schwerem Gewitter“. Orkanböen bis um 120 km/h (Bft 12) schließt der Wetterdienst nicht aus. „Im Süden haben wir auch heute wieder ein erhöhtes Potenzial für die Bildung von Tornados“, so Wetterexperte Jung.

Wetter in Deutschland: Wann ist der Hagel-Wahnsinn vorbei?

Wann ist dieser Hagel-Wahnsinn denn vorbei? Die Prognose ist bitter. „Diese schwülwarme Gewitterluft könnte sich mit kurzen Pausen die nächsten 7 bis 14 Tagen bei uns halten. Es sieht nach einem richtigen Gewitter- oder gar Unwettersommer aus“, warnt Meteorologe Jung. Immer wieder würden wir zwischen die Fronten geraten. Ein stabiles Hochdruckwetter sei in den kommenden Tagen nicht in Sicht. Im Gegenteil: In den nächsten Tagen breitet sich die schwülwarme Luft weiter in den Südwesten und Westen Deutschlands aus, sagt DWD-Meteorologe Robert Hausen. Am Donnerstag bis Freitag ist weiter mit kräftigen Gewittern mit Hagel und Starkregen zu rechnen. Eine gewisse Wetterberuhigung zum Wochenende scheint in Sicht. Doch bis dahin kann sich vielleicht noch einiges ändern. (ml) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare