Nach Messer-Mord in Neuhausen: Polizei sucht diese zwei Männer

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Eine Tote und Tornadoschäden nach Unwetter

Magdeburg - Hagelkörner so groß wie Tischtennisbälle, heftige Regengüsse, Blitz und Donner, Schlammlawinen, Sturm und mindestens ein Tornado - das alles hat die Unwetterfront des Tiefs Frank übers Land gebracht.

Nicht schuld war Ex-Hurrikan Katia, wie der Deutsche Wetterdienst am Montag betonte. Katia sei jetzt ein Sturmtief und werde am Dienstag nur den Norden und Nordwesten Deutschlands streifen.

Besonders heftig wütete das Unwetter in Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen und Brandenburg. Aber auch Teile von Baden-Württemberg, Bayern und der Süden von Niedersachsen waren betroffen.

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In Sachsen-Anhalt kam eine Frau ums Leben. Die 51-Jährige wurde auf ihrer Terrasse in Preußlitz (Salzlandkreis) tot aufgefunden, wie die Polizei berichtete. Sie könnte von einem herunterstürzenden Dachziegel getroffen worden sein. Die genaue Todesursache sollte durch eine Obduktion geklärt werden.

Heftige Unwetter: Intercity entgleist

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Eine Windhose verwüstete in Sachsen-Anhalt mehrere Ortschaften. Allein in Peißen (Salzlandkreis) wurden 200 Häuser beschädigt, 60 davon schwer, wie das Lagezentrum in Preußlitz berichtete. Wegen Schlammlawinen wurden am Sonntagabend die Autobahn 14 bei Plötzkau (Salzlandkreis) und die Autobahn 38 im Landkreis Nordhausen (Thüringen) zeitweilig voll gesperrt. Die Feuerwehr rettete auf der A 14 fünf Menschen aus deren Autos. Eine Person wurde verletzt.

Auch Bahnstrecken wurden für mehrere Stunden komplett gesperrt, wie der Bahnbetreiber Harz-Elbe-Express (HEX) mitteilte. Bis zu fünf Zentimeter dicke Hagelkörner beschädigten Autos. Tausende Haushalte hatten zeitweise keinen Strom.

Im thüringischen Remda (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) wurde eine Hüpfburg von einer Sturmböe erfasst, die Bodenverankerungen lösten sich. Drei Kinder wurden leicht verletzt. Ein weiteres Kind erlitt leichte Verletzungen, als es mit einem Trampolin umgeworfen wurde.

Nach der Entgleisung eines Zugs mit 800 Passagieren auf der Rheinstrecke bei St. Goar bleibt die Trasse noch mindestens bis Dienstag für den Bahnverkehr gesperrt. Mit zwei Kränen wurden die Lok und die vier Waggons am Montag auf die Gleise gehoben.

In Mittel- und Nordhessen (Pohlheim und Staufenberg bei Gießen) waren am Montag zwei Kreisstraßen weiter von Schlammmassen blockiert. Auf der Bundesstraße 488 lag der Schlamm nach einem Erdrutsch am Sonntag 50 Zentimeter hoch. Teile der B 49 im Lahn-Dill-Kreis wurden von einem Sturzbach überflutet.

Wassermassen überfluteten auch in anderen Teilen Deutschlands zahlreiche Keller. Bäume fielen um, und Straßen wurden überschwemmt. Im oberfränkischen Forchheim wehte eine Böe eine 36-Jährige von ihrem Motorrad und verletzte sie leicht. Im Raum Karlsruhe stürzten entwurzelte Bäume auf drei Autos. In Hessen bei Kirchhain verletzten sich zwei Motorradfahrer. In Nord- und Mittelhessen waren am Montag die Hagelberge weggeräumt, die meisten Straßen wieder frei. In Hundelshausen bei Witzenhausen hatte es nach dem Unwetter vom Sonntag wie nach einem Wintereinbruch ausgesehen. Dort waren fünf Kinder, die sich während eines Volksfestes außerhalb des Festzeltes aufgehalten hatten, von “taubeneigroßen“ Hagelkörnern leicht verletzt worden.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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