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Urlaubsland macht Impfpass für Touris zur Pflicht - und beurlaubt Ungeimpfte

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Von: Marcus Giebel

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Ein Mittelmeerland verschärft die Corona-Maßnahmen: Nun gilt die Pflicht, beim Betreten bestimmter Einrichtungen einen Impfpass dabei zu haben.

München - Geimpft oder nicht geimpft - das wird immer mehr zur entscheidenden Frage. Wer auf den Pieks zum Schutz vor Covid-19 verzichtet, muss sich mit immer mehr Einschränkungen anfreunden. Nicht nur hierzulande soll so die heranrollende neue Corona-Welle im Zaum gehalten werden.

Auch Tunesien will mit neuen Regeln auf Nummer sicher gehen. Trotz deutlich sinkender Infektionszahlen macht das Mittelmeerland einen Corona-Impfpass zur Pflicht. Ohne das Dokument erhält niemand mehr Zutritt zu öffentlichen Behörden, Cafés, Restaurants, Hotels und Fremdenverkehrseinrichtungen - so geht es aus einem Erlass der Regierung hervor. Diese Einschränkung gilt sowohl für Einheimische als auch für ausländische Besucher wie Touristen.

Corona-Impfpass in Tunesien: Urlauber bekommen Dokument gegen Vorlage von Besccheinigung

Urlauber bekommen bei der Ankunft in Tunesien von den Behörden einen entsprechenden Impfpass ausgestellt. Aber nur, wenn eine entsprechende Impfbescheinigung vorgezeigt wird. Vor der Corona-Krise machte der Tourismus Schätzungen zufolge 16 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus.

Das Land, in dem von März 2020 bis September 2021 eine nächtliche Ausgangssperre galt, greift auch gegen Bürger durch, die noch nicht immunisiert sind. So wurden ungeimpfte Beschäftigte im öffentlichen und privaten Sektor vorerst beurlaubt. Sie dürfen erst wieder arbeiten, wenn sie einen Impfpass vorlegen können.

An einem Sandstrand stehen viele leere Liegen unter Sonnenschirmen
Geimpfte Touristen willkommen: Tunesien greift bei den Corona-Maßnahmen hart durch. © IMAGO / agefotostock

Corona-Impfpass in Tunesien: Maskenpflicht in Verkehrsmitteln und an öffentlichen Plätzen

In geschlossenen und offenen Räumen dürfen nur 50 Prozent der Plätze belegt werden, das gilt also auch für Restaurants und Cafés. Der Mindestabstand beträgt dabei einen Meter. In Verkehrsmitteln - also auch dem eigenen Fahrzeug, wenn mindestens zwei Personen an Bord sind - und an öffentlichen Orten tragen alle Personen über sechs Jahren Mund-Nasen-Schutz.

In Tunesien gelten 4,2 Millionen Menschen als vollständig geimpft. Das entspricht 36,2 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mehr als 25.000 Bürger starben bislang infolge einer Infektion mit SARS-CoV-2 und seiner Mutanten. (mg)

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