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Hitze und Dürre belasten Italien – jetzt drohen zwei weitere Plagen den Urlaub zu vermiesen

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Von: Momir Takac

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Ein Heuschreckenschwarm sitzt auf einem Farn.
Sardinien erlebt die schwerste Heuschrecken-Plage seit mehr als 30 Jahren (Symbolbild). © picture alliance/dpa/XinHua | Ghazy Qaffaf

Hitze und Dürre machen Italien ohnehin schon zu schaffen. Jetzt werden beliebte Urlaubsregionen auch noch von Plagen heimgesucht.

Cagliari/Jesolo - Am Wochenende starten Menschen aus fünf Bundesländern in die Sommerferien. Einige werden sicherlich Italien als Ferienziel auserkoren haben. Doch in zwei Regionen des bei Deutschen sehr beliebten Urlaubslandes könnte die wohlverdiente Erholung in den nächsten Wochen ausbleiben.

Neben der anhaltenden Dürre in Norditalien hat das Land am Mittelmeer aufgrund der enormen Hitze - am Wochenende werden bis zu 40 Grad Celsius erwartet - mit zahlreichen Waldbränden zu kämpfen. In Südtirol, der Toskana und Rom mussten Feuerwehren bereits zu Löscheinsätzen ausrücken. Auf Sizilien und Sardinien gilt weiter eine erhöhte Waldbrand-Warnstufe.

Italien: Mittelmeer-Insel Sardinien erlebt größte Heuschrecken-Plage seit 30 Jahren

Und als wäre das nicht schon genug, wird Sardinien von der schwersten Heuschrecken-Plage seit mehr als 30 Jahren heimgesucht. Die Insekten haben Angaben von Agrarverbänden zufolge bereits 30.000 Hektar Ackerland zerstört. Experten befürchten allerdings, dass die Fläche auf 60.000 Hektar steigen wird. Das entspricht etwa mehr der Fläche des Bodensees.

Die Heuschrecken zerstören vor allem Pflanzen, die zu Tierfutter verarbeitet werden. Grund für die Plage sind laut dem Insektenkundler Ignazio Floris von der Universität Sassari hauptsächlich der Bevölkerungsrückgang auf der Insel, aber auch steigende Temperaturen und Dürre.

Quallen-Plage in Jesolo: Adria-Strände voll mit den Weichtieren

Nachdem Ende Mai Strände in Jesolo und Bibione durch eine Sturmflut verwüstet worden waren, steht die beliebte Urlaubsregion im Norden der italienischen Adria vor einem neuerlichen Problem. Die Strände sind derzeit offenbar von zahlreichen Quallen bevölkert. Bereits seit Wochen sollen immer wieder Lungenquallen an die Küste von Lido di Jesolo gespült werden.

Eine Lungenqualle vor der Küste Kataloniens.
Der beliebte Urlaubsort Jesolo hat zurzeit mit einer Plage an Lungenquallen an den Stränden zu kämpfen (Symbolbild). © David & Micha Sheldon/imago-images

„Ich bin seit 40 Jahren jedes Jahr hier und habe so etwas noch nie erlebt“, sagte ein Urlauber jetzt dem österreichischen Newsportal heute.at. Die Strände sollen voll mit den Weichtieren sein. In Jesolo sammelt eine Frau sogar Quallen für das Abendessen. Auch weiter nördlich wurden vermehrt Quallen gesichtet. Sie werden wahrscheinlich durch starke Winde an die Küste gespült. Für Menschen sind Lungenquallen ungefährlich. Ein Kontakt kann zu Hautreizungen und Unwohlsein führen. Eine kuriose Kleiderregel hat Sorrent nahe Neapel erlassen. Dort gilt in den Straßen der Ortschaft ein Bikini-Verbot. (mt)

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