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Blumen, Spielzeug und Kerzen stehen am Dienstag (05.07.2011) in der Nähe des Fundortes der getöteten Mary-Jane bei Zella Mehlis.

Urne mit Mary-Janes Asche wird öffentlich aufgebahrt

Zella-Mehlis - Die Urne mit der Asche der getöteten Mary-Jane (7) wird bei der öffentlichen Trauerfeier am Donnerstag aufgebahrt. Die Ermittler suchen unterdessen intensiv an zwei verschiedenen Orten.

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Die Leiche der getöteten Mary-Jane ist bereits eingeäschert worden und wird bei der öffentlichen Trauerfeier am Donnerstag in einer Urne aufgebahrt. Bei der weltlichen Zeremonie vor 400 Gästen in einer Mehrzweckhalle in Zella-Mehlis in Thüringen solle auch das Lieblingslied der Siebenjährigen gespielt werden, teilte das federführende Bestattungsinstitut auf dapd-Anfrage am Mittwoch mit. Die Trostworte spricht demnach eine professionelle Trauerrednerin. Am Eingang sollen zudem Kondolenzbücher ausgelegt werden.

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Die eigentliche Beisetzung finde zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis statt, teilte das Institut mit. Ort und Zeitpunkt der Bestattung würden auf Wunsch der Familie aber geheim gehalten.

Unterdessen konzentriert die Polizei ihre Suche nach dem unbekannten Begleiter von Mary-Jane auf das Umfeld des Marktplatzes von Zella-Mehlis. Nach derzeitigem Ermittlungsstand sei dort der erste Kontakt zwischen dem Mädchen und dem per Phantombild gesuchten Mann erfolgt, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Die Suche nach Hinweisen zum Täter gestalte sich aber schwierig, weil der exakte Schulweg des Kindes noch unklar sei.

Polizei durchsucht intensiv Waldgebiet

Zusätzlich hat die Polizei eineinhalb Wochen nach dem gewaltsamen Tod von Mary-Jane noch einmal den Wald durchsucht, in dem die Leiche gefunden worden war. “20 Bereitschaftspolizisten suchen weiträumig schwer zugängliche Waldgebiete ab, etwa steile Abhänge“, sagte der Suhler Polizeisprecher Eberhard Wagner am Mittwoch.

Zudem nehmen die Beamten weiter Speichelproben von Anwohnern, um einen späteren Massengentest zu erleichtern. Bislang hätten über 700 Befragte eine DNS-Probe abgegeben, im Laufe des Tages sollten einige Hundert hinzukommen, sagte der Sprecher. Darüber hinaus werde die Aussage eines Wanderers überprüft, der nach eigenen Angaben vor zwei Wochen am Fundort der Leiche mit einer Gruppe spazieren war.

Mary-Jane war am 24. Juni nicht vom Schulhort nach Hause zurückkehrt. Wanderer fanden die Leiche des Mädchens einen Tag später an einem Bachlauf im Wald unweit ihres Zuhauses. Die Todesursache hat die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen bisher nicht mitgeteilt.

In der Heimatstadt des Mädchens sind mehrere für Juli geplante Feste abgesagt worden; etwa ein Feuerwehr- und Familienfest. Im Internet gedenkt die Stadt des Kindes: “Zella-Mehlis trauert“ heißt es auf der Startseite von Zella-Mehlis. Ein Foto zeigt weiße Rosen, eine Kerze und ein Porträt des Mädchens.

dapd/dpa

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