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Am Ende eines zweieinhalb Monate dauernden Prozesses verurteilte das Landgericht Würzburg den Autobahnschützen zu einer langen Haftstrafe.

Vierfacher versuchter Mord 

Autobahnschütze muss lange ins Gefängnis

Würzburg - Der Autobahnschütze aus der Eifel, der von seiner Fahrerkabine aus immer wieder auf andere Lastwagen geschossen hat, muss für zehn Jahre und sechs Monate ins Gefängnis.

Das Landgericht Würzburg verurteilte ihn am Donnerstag wegen vierfachen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und vorsätzlichen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Der Angeklagte hatte die Schüsse zugegeben, jedoch beteuert, immer nur auf die Anhänger geschossen zu haben und nie jemanden verletzen wollen. Er war trotz jahrelanger Ermittlungen erst gefasst worden, nachdem das Bundeskriminalamt an mehreren Autobahnabschnitten die Kennzeichen aller vorbeifahrenden Autos erfasst und mit den Tatzeiten abgeglichen hatte.

Die Staatsanwaltschaft hat für den Fernfahrer zwölf Jahre Haft gefordert. Er habe „Roulette mit dem Leben anderer Verkehrsteilnehmer“ gespielt. Die Verteidigung plädierte dagegen auf Freispruch. Sie hält die massenhafte Erfassung von Autokennzeichen für gesetzeswidrig.

Der Mann hatte aus Frust zwischen 2008 und 2013 mehr als 700 Mal während der Fahrt auf die Ladung von Kollegen geschossen. Dabei trafen seine Kugeln auch Autos. In einem Fall war eine Autofahrerin von einem Querschläger am Hals schwer verletzt worden.

Zu Beginn des Prozesses waren dem Fernfahrer 171 Fälle zur Last gelegt worden, darunter fünf Fälle des versuchten Mordes. Am Ende des Verfahrens wurden fast 50 davon eingestellt - darunter auch ein Fall von versuchtem Mord. Sie konnten dem Schützen nicht eindeutig zugeordnet werden. Zudem beschränkte sich die Anklage am Ende auf Schüsse, die im fließenden Verkehr abgegeben wurden.

dpa

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