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Nach der Gruppenvergewaltigung einer 14-Jährigen waren vier der fünf Angeklagten mit sehr milden Urteilen davon gekommen.

Bundesanwalt unterstützt Revisionsantrag

Urteil zu mild: Erneuter Prozess um Gruppenvergewaltigung?

Hamburg - Nach den milden Urteilen im Prozess um den Gruppenmissbrauch einer 14-Jährigen vergangenen Herbst soll es nun ein weiteres Verfahren geben. Der Bundesanwalt unterstützt den Revisionsantrag.

Fünf im vergangenen Herbst wegen einer Gruppenvergewaltigung in Hamburg-Harburg verurteilte junge Menschen müssen mit einem neuen Prozess rechnen. Die Bundesanwaltschaft schloss sich einem Revisionsantrag der Hamburger Staatsanwaltschaft an, wie Oberstaatsanwältin Nana Frombach am Freitag sagte. Mit diesem Schritt steigen die Aussichten, dass der Bundesgerichtshof einen neuen Prozess vor dem Hamburger Landgericht anordnet. Zuvor hatte NDR 90,3 über die Entscheidung der Karlsruher Behörde berichtet.

Vier der Angeklagten hatten das betrunkene Mädchen im Februar 2016 sexuell missbraucht. Eine 15-Jährige filmte die Tat. Anschließend legten sie die 14-Jährige bei eisigen Temperaturen leicht bekleidet in einem Hinterhof ab. Die 15-Jährige und drei weitere Jugendliche erhielten Bewährungsstrafen zwischen einem und zwei Jahren. Nur ein 21-Jähriger wurde nach Erwachsenenstrafrecht zu vier Jahren Haft verurteilt.

Die Staatsanwaltschaft bemängelt, dass die Strafkammer nicht geprüft habe, ob die Angeklagten auch wegen der lebensgefährlichen Aussetzung zu bestrafen sind. Zudem käme auch eine Verurteilung wegen einer gefährlichen Körperverletzung mit einer lebensbedrohenden Behandlung in Betracht. Im Ergebnis könnte dies zu höheren Strafen führen.

dpa

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