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Der Apollo-14-Astronaut Edgar Mitchell ist tot.

"Pionier der Weltraumforschung"

US-Astronaut Edgar Mitchell im Alter von 85 Jahren gestorben

Tallahassee - Der sechste Mensch auf dem Mond, Edgar Mitchell, ist tot. Vor 45 Jahren war er auf dem Mond gelandet.

Der Apollo-14-Astronaut starb am Donnerstag im Alter von 85 Jahren, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Freitag mitteilte. Nasa-Chef Charles Bolden würdigte Mitchell als einen "Pionier der Weltraumforschung". Am Freitag war es genau 45 Jahre her, dass Mitchell als sechster Mensch auf dem Mond gelandet war.  

Mitchell war am 31. Januar 1971 zusammen mit Alan Shepard und Stuart Roosa zum Mond gereist. Er war der Pilot der Mondfähre "Antares" und betrat am 5. Februar als sechster Mensch den Mond. Nach Angaben der Nasa verbrachte die Besatzung 33 Stunden auf der Mondoberfläche und sammelte mehr als 45 Kilogramm Mondgestein ein - womit sie damals einen Rekord aufstellte. Nach Mitchell landeten noch sechs weitere Astronauten auf dem Mond.

Mitchell sei "einer der Pioniere der Weltraumforschung, auf dessen Schultern wir heute stehen", erklärte Bolden. Auch Mitchells Kollege Buzz Aldrin, der als zweiter Mensch den Mond betreten hatte, würdigte den Verstorbenen im Kurznachrichtendienst Twitter als "Mondpionier".

Nasa-Chef Bolden erinnerte daran, dass Mitchell den Blick vom Mond auf die Erde damals mit "poetischen" Worten beschrieben habe. Mitchell hatte die Erde als "funkelndes, blauweißes Juwel" bezeichnet, das hinter dem Rand des Mondes "wie eine kleine Perle" aus einem "tiefem Meer voller schwarzer Geheimnisse" emporgestiegen sei. "Es dauert länger als einen Moment, um vollständig zu realisieren, dass das die Erde, Heimat ist", fügte er hinzu.

Geboren wurde Mitchell am 17. September 1930 im Bundesstaat Texas, zur Nasa ging er 1966. Er habe sich bei der Nasa beworben, nachdem US-Präsident John F. Kennedy angekündigt hatte, einen Menschen auf den Mond bringen zu wollen, berichtete Mitchell später.

Er war der letzte noch lebende Astronaut der Apollo-14-Mission. Roosa starb bereits 1994 und Shepard vier Jahre später. Nach seiner Astronauten-Karriere beschäftigte sich Mitchell unter anderem mit Ufos, Außerirdischen und anderen übersinnlichen Phänomenen.

Wie seine Familie der Zeitung "Palm Beach Post" sagte, starb Mitchell nach kurzer Krankheit in einem Krankenhaus in West Palm Beach im Bundesstaat Florida. Er hinterlässt zwei Töchter, drei Adoptivsöhne und neun Enkelkinder.

afp

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