US-Bürger stimmen für Cannabis-Steuer

Washington - Nach der Legalisierung von Marihuana im US-Bundesstaat Colorado haben sich die Bürger für eine Besteuerung ausgesprochen.

Knapp zwei Drittel stimmten in einem Volksentscheid für eine staatliche Abgabe auf den Drogenverkauf; 35 Prozent waren dagegen, wie der US-Sender CNN (Mittwoch) meldete. Demnach soll auf Marihuana eine 15-prozentige Verbrauchssteuer erhoben werden, die in den Bau von Schulen fließt. Eine zusätzliche Steuer von 10 Prozent soll die Umsetzung von Drogengesetzen mitfinanzieren.

Gegner einer Besteuerung hatten laut CNN argumentiert, es sei unfair, Marihuana mit höheren Abgaben zu belegen als beispielsweise Bier. Die Befürworter setzten sich mit der Aussicht auf beträchtliche Einnahmen durch. Behördenschätzungen zufolge soll die Marihuana-Steuer im kommenden Jahr an die 70 Millionen Dollar (52 Millionen Euro) in staatliche Kassen bringen.

Vor einem Jahr, am 6. November 2012, hatten die Bundesstaaten Colorado und Washington per Volksentscheid die Legalisierung von Cannabis-Pflanzen und ihren Produkten beschlossen. Demnach dürfen Erwachsene ab 21 Jahren Marihuana anbauen, verarbeiten, verkaufen, verschenken und konsumieren. Diese Rechtslage stand jedoch in Konflikt mit Bundesrecht. Am 28. August kündigte die Zentralregierung an, den Besitz und Konsum kleinerer Mengen Cannabis in den betreffenden Bundesstaaten nicht mehr als Straftat zu verfolgen.

KNA

Rubriklistenbild: © dpa

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