"Seelische und körperliche Schäden"

Amtliche Warnung: Pornos gefährden die Gesundheit

Salt Lake City - Ein US-Gouverneur zieht einen gewagten Vergleich: Er sieht eine Parallele zwischen Heroin oder Crystal Meth und Schmuddelfilmen und möchte die Bürger vor der "Porno-Epidemie" schützen.

Erstmals hat ein US-Bundesstaat Pornografie zu einer "öffentlichen Gesundheitskrise" erklärt. Eine "Porno-Epidemie" gefährde die Bürger von Utah und der gesamten Nation, hieß es in einer vom republikanischen Gouverneur Gary Herbert am Dienstag (Ortszeit) unterzeichneten Resolution. Vor allem junge Menschen müssten über die "seelischen und körperlichen Schäden aufgeklärt werden, die eine Folge von Porno-Sucht sind". 

Das Parlament von Utah hatte den Text bereits zuvor verabschiedet. Gefordert werden darin mehr Aufklärung, Forschung und Prävention, um die Verbreitung von Pornografie einzudämmen. Es bestehe die Gefahr, dass eine ganze Generation von Kindern mit "verabscheuungswürdigen" Bildern auf ihren Bildschirmen aufwachse, sagte der konservative Senator Todd Weiler, der die Resolution eingebracht hatte. 

"Den meisten Leuten ist heute bewusst, dass sie von Heroin oder Crystal Meth süchtig werden können, aber manche wissen nicht, dass das bei Pornografie genauso ist", sagte er ABC News. 

US-Pornoindustrie: "Rückwärtsgewandt"

Der Branchenverband Free Speech Coalition verurteilte die Resolution als schädlich und rückwärtsgewandt. "Die Behauptungen erinnern an die dunklen Zeiten, bevor Pornos erlaubt waren, und als über Sex nur hinter verschlossenen Türen geredet wurde - wenn überhaupt", erklärte ein Sprecher.

Utah gehört zu den konservativsten Bundesstaaten in den USA. Viele der Einwohner gehören der mormonischen Kirche an. In dem Bundesstaat im Westen der USA ist unter anderem auch der Konsum von Alkohol streng geregelt.

Pornosüchtig - Hilfe, mein Mann ist krank

afp

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

US-Schauspieler Bill Paxton gestorben
New York - Bekannt war er aus „Apollo 13“ und dem Katastrophenfilm „Twister“. Jetzt ist der US-Schauspieler Bill Paxton unerwartet im Alter von 61 Jahren gestorben.
US-Schauspieler Bill Paxton gestorben
In Nigeria entführte deutsche Archäologen wieder frei
Abuja- Nach mehreren bangen Tagen können sie aufatmen: Zwei entführte deutsche Archäologen sind von ihren Kidnappern in Nigeria freigelassen worden. Kamen sie nach …
In Nigeria entführte deutsche Archäologen wieder frei
AfD-Landeschef verlässt verärgert „Mainz bleibt Mainz“
Mainz - Aus Ärger über Attacken gegen die AfD hat ihr rheinland-pfälzischer Landeschef Uwe Junge die Fernsehfastnacht „Mainz bleibt Mainz“ vorzeitig verlassen.
AfD-Landeschef verlässt verärgert „Mainz bleibt Mainz“
Zwei Menschen in Bayern wohl von Einbrechern getötet
Königsdorf - Ein grausames Verbrechen erschüttert die Menschen in einem Weiler in Oberbayern. Die Polizei findet in der Nacht in einem Einfamilienhaus zwei Tote und eine …
Zwei Menschen in Bayern wohl von Einbrechern getötet

Kommentare