+
Ein Kadett sei nach der Kissenschlacht sogar bewusstlos ins Krankenhaus gebracht worden.

West Point

US-Militärakademie verbietet Kissenschlachten

Washington - Die Kissenschlacht an der US-Militärakademie West Point gilt als Tradition, doch nach zunehmenden Gewalttätigkeiten wird darauf in Zukunft verzichtet.

Nach einer aus dem Ruder geratenen Kissenschlacht hat die US-Militärakademie West Point diese Tradition beendet. Das jährliche Spektakel werde verboten, berichtete die Zeitung „USA Today“ am Mittwoch unter Berufung auf die Führung der Akademie.

Bei der diesjährigen Kissenschlacht im August hatten 30 Kadetten zum Teil schwere Verletzungen erlitten. Vermutungen, dass harte Gegenstände in die Kissen gestopft wurden, hätten sich nicht erhärtet, sagte der Leiter der Akademie, Generalleutnant Robert Caslen, dem Bericht zufolge.

Das seit mehr als 100 Jahren praktizierte Spektakel zum Abschluss der äußerst harten Anfangswochen an der Akademie war dazu gedacht, die Kameradschaft unter den Neulingen zu stärken. Meist endete das Ritual an der Elite-Offiziersakademie bei New York allenfalls mit ein paar blutigen Nasen. In diesem Jahr hatte es jedoch 24 Gehirnerschütterungen, einen Beinbruch und ausgerenkte Schultern gegeben. Ein Kadett sei bewusstlos ins Krankenhaus gebracht worden.

Längst nicht alle Beteiligten hätten wie vorgeschrieben einen Kopfschutz getragen. Caslen sprach von schlechten Absprachen vor der verhängnisvollen letzten Kissenschlacht.

Internationaler Tag der Kissenschlacht

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Mordfall um Hussein K.: Justiz ermittelt gegen Jugendhelfer
Freiburg (dpa) - Fehler bei der Betreuung und Unterbringung des unter Mordverdacht stehenden Flüchtlings Hussein K. haben die beteiligten Jugendhelfer eingeräumt.
Mordfall um Hussein K.: Justiz ermittelt gegen Jugendhelfer
Wischgesten und Navigation: Jetzt ist unsere App noch besser 
Unsere Nachrichten-App für iOS und Android bekommt ein großes Update. Diese Änderungen sind für Sie besonders wichtig.
Wischgesten und Navigation: Jetzt ist unsere App noch besser 
Rätsel um verschollenes U-Boot in Argentinien: Suche wird ausgeweitet
An Bord sind 43 Männer und eine Frau. Verloren im Südatlantik. Seit Mittwoch wird ihr U-Boot vor der argentinischen Küste vermisst. Nun wird die Suche nach dem …
Rätsel um verschollenes U-Boot in Argentinien: Suche wird ausgeweitet
Das boomende Geschäft mit den Gentests
Kommerzielle Gentests liegen in den USA schon lange im Trend. Nun boomen die Lifestyle-Angebote auch in Deutschland. Dabei ist nur wenig über den Markt bekannt. Experten …
Das boomende Geschäft mit den Gentests

Kommentare